Prozess beginnt: Terrorvorwürfe gegen "Cumhur...
 

Prozess beginnt: Terrorvorwürfe gegen "Cumhuriyet"-Mitarbeiter

flickr/Mark Ittlemann
Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen drohen den Angeklagten bis zu 43 Jahre Haft.
Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen drohen den Angeklagten bis zu 43 Jahre Haft.

Internationale Journalistenorganisationen sehen die Anklage politisch motiviert - diese haben Demonstration angekündigt

Der Prozess gegen 17 derzeitige und frühere Mitarbeiter der regierungskritischen türkischen Zeitung "Cumhuriyet" wegen Terrorvorwürfen beginnt am Montag in Istanbul. Ihnen wird nach Angaben ihrer Anwälte Unterstützung von Terrororganisationen wie beispielsweise der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen.

Angeklagt sind unter anderem der ehemalige "Cumhuriyet"- Chefredakteur Can Dündar, der in Deutschland im Exil lebt, der derzeitige Chefredakteur Murat Sabuncu, "Cumhuriyet"-Herausgeber Akin Atalay und der bekannte Investigativjournalist Ahmet Sik. Zwölf "Cumhuriyet"-Mitarbeiter, darunter Sabuncu, Atalay und Sik, befinden sich in Untersuchungshaft. Nach Angaben von Reportern ohne Grenzen drohen den Angeklagten bis zu 43 Jahre Haft.

Mehrere Organisationen, darunter Reporter Ohne Grenzen, hatten die Terrorvorwürfe als "politisch motiviert" zurückgewiesen. Einige Organisationen kündigten Demonstrationen zu Prozessbeginn an. 

(red)
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