ProSiebenSat.1 launcht zwei neue Sender
 

ProSiebenSat.1 launcht zwei neue Sender

Bis 2015 strebt man gegenüber 2010 eine Umsatzsteigerung um 750 Mio. Euro an - Konzern investiert ins Online- und Beteiligungs-Geschäft

ProSiebenSat.1 geht 2013 mit zwei neuen Free-TV-Sendern in Deutschland on air. Der Konzern gab am Mittwoch im Rahmen des Capital Markets Day in München bekannt, dass "SAT.1 Gold" ab 17. Jänner 2013 ausgestrahlt wird. "Der Kanal richtet sich an kaufkräftige ältere, vorwiegend weibliche Zuschauer, eine Zielgruppe die für Werbekunden immer mehr an Relevanz gewinnt", heißt es. Der zweite Sender trägt den Arbeitstitel "ProSieben MAXX" und wird sich ebenfalls auf einkommensstarke Zuschauer konzentrieren, aber männlicher positioniert sein.

Ebeling: Erste Etappe zum Wachstumsziel schnell erreicht

Bis Ende 2015 will der Konzern seinen Umsatz gegenüber dem Jahr 2010 um mindestens 750 Millionen Euro steigern.Über ein Drittel dieses Potenzials hat die Gruppe bereits zum Ende des zweiten Quartals 2012 realisiert. Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Group: "Die erste Etappe auf dem Weg zu unserem Wachstumsziel 2015 haben wir schneller erreicht als geplant." Fernsehen sei das Herzstück des Unternehmens, gleichzeitig treibe man aber die Diversifizierung des Konzerns voran und investiere in neue Wachstumsfelder wie Online-Games oder das Ventures-Geschäft.

Online-Games: Partnerschaft mit Dogan Media Group

Einen wichtigen neuen Akzent setzt ProSiebenSat.1 im Online-Games-Markt. Durch eine Distributionspartnerschaft mit der türkischen Mediengruppe Dogan Media Group, will man das Online-Geschäft international weiter ausbauen. Im August 2012 hatte der Konzern bereits eine Vermarktungskooperation mit dem französischen TV-Sender TF 1 geschlossen. Weitere Partnerschaften innerhalb Europas sollen folgen.

Beteiligungs-Geschäft liefert Zuwachsraten

Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass der Bereich "Ventures & Commerce" starke Zuwachsraten liefere. Die ProSiebenSat.1 Group betreibt ihr Ventures-Geschäft auf Basis eines interessanten Geschäftsmodells: Der Konzern stellt Werbezeiten seiner TV-Sender ausgewählten Start-up-Unternehmen zur Verfügung und erhält im Gegenzug eine Umsatz- und/oder Unternehmensbeteiligung. Seit 2010 hat die Gruppe ein Ventures-Portfolio mit über 40 Partnern beziehungsweise Beteiligungen aufgebaut.
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