Prominent besetzter VÖP-Heuriger
 

Prominent besetzter VÖP-Heuriger

Rund 200 Gäste bei traditionellem Get-Together

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) hat am Dienstagabend seinen traditionellen „privatsender HEURIGEN“ abgehalten. Rund 200 Gäste aus dem In- und Ausland waren der Einladung zum Mayer am Pfarrplatz gefolgt. Bei ihrer Begrüßung hoben die beiden VÖP-Vorstandsvorsitzenden Klaus Schweighofer (Styria Media Group) und Markus Breitenecker (Puls 4) die Wichtigkeit der Branche hervor. 

Jeden Tag nutzen demnach mehr als zwei Millionen Menschen mindestens eines der österreichischen Privatradios, und 3,5 Millionen Österreicher schalten jeden Tag zumindest einen der privaten TV-Sender ein. Man zeichne für die Schaffung von rund 2.000 Arbeitsplätzen verantwortlich, gab sich der Privatsenderverband selbstbewußt. Privater Rundfunk sei weiterhin deutlich auf Wachstumskurs, so die beiden Vorsitzenden, sowohl bei den Sehern und Hörern, als auch im Werbemarkt.

Breitenecker ging einmal mehr auf die vom VÖP im Jahr 2011 bei der KommAustria eingebrachte Beschwerde ein. Dieser zufolge war das TV-Programm des ORF im Zeitraum Januar 2010 bis August 2011 nicht ausreichend ausgewogen. Zudem habe der ORF nicht auf die gesetzlich geforderte Unverwechselbarkeit zu kommerziellen Sendern geachtet. Langfristig könne sich öffentlich-rechtlicher Rundfunk jedoch nur dann legitimieren, wenn er ein anderes und besonderes Programm zeige und wenn die Zuseher wüssten, wofür sie Rundfunkgebühren zahlen müssen.

An die Medienpolitik gerichtet forderten die beiden Vorsitzenden, dass der ORF sukzessive auch auf klassische Werbeerlöse verzichten solle. Die Vermarktungsmöglichkeiten des ORF müssten stufenweise eingeschränkt, zusätzliche Werbefinanzierung – insbesondere etwa die vom ORF geforderte TVthek-Vermarktung – ausgeschlossen werden.

Unter den Gästen befanden sich Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, die Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig-Piesczek, ÖVP-Generalsekretär Johannes Rauch, der KommAustria-Vorsitzende Michael Ogris, der RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl, der Präsident des Vereins Schweizer Privatradios, Jürg Bachmann, Lowe GGK Chef Rudi Kobza, die Geschäftsführer der Verlagsgruppe News Axel Bogocz und  Ekkehard Veser, VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger und der Aufsichtsratsvorsitzende des Manstein-Verlags, Hans-Jörgen Manstein.

(red)
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