Programmzeitschriften wehren sich gegen Gebüh...
 

Programmzeitschriften wehren sich gegen Gebühr

Die deutschen Privatsendergruppen ProSieben.Sat1 und RTL verlangen von den Programmmedien Zahlungen für TV-Ankündigungsmaterial im Internet.

Österreichs Programmpresse soll für ihre TV-Vorschauen im Internet Gebühren an die deutschen Privatsendergruppen ProSieben.Sat1 und RTL bezahlen. Entgelt für das Programmankündigungsmaterial fordert die zuständige Rechte-Verwertungsgesellschaft VG Media in Berlin, die den genannten TV-Stationen jeweils zur Hälfte gehört.
Die Vertreter der Programmpresse wehren sich nun, indem sie die Zahlungen einfach verweigern oder auf den Content in ihren Online-Angeboten verzichten. Schließlich waren die Text- und Bildinformationen über die TV-Inhalte bis dato nicht kostenpflichtig.

Tele-Chef Hans Metzger bezeichnet die Forderung der VG Media als "echten Skandal", denn die Fernsehstationen seien darauf angewiesen, ihre Inhalte via Programmmedien zu bewerben. Er befürchtet, dass sich die Kostenpflicht auch auf die TV-Zeitschriften ausdehnen könnte. "Das ist nicht ernst zu nehmen und steht rechtlich gesehen auf sehr wackeligen Beinen", kommentiert Mediaprint-Jurist Dr. Ernst Svoboda die Causa. Mit ersten gerichtlichen Auseinandersetzungen ist zu rechnen. Eine ausführliche Schilderung der Sachlage finden Sie im HORIZONT Nr. 13 vom 28. März 2008.

(gud)

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