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"profil": Ex-KTZ-Eigentümer Wassermann gesteht bei Prozess

KTZ

Wie das "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat der frühere Eigentümer und Geschäftsführer der "Kärntner Tageszeitung", die 2014 unter seiner Ägide in Konkurs ging, vor Gericht in München ein Geständnis zu den Vorwürfen der Steuerhinterziehung abgelegt.

Wassermann steht seit 14. Juni in München wegen Steuerhinterziehung in 22 Fällen im Ausmaß von 3,2 Millionen Euro im Zuge seines Geflechts aus mehrheitlich deutschen Firmen vor Gericht. Die KTZ-Pleite hat damit nur am Rande zu tun. Er war im Oktober 2017 in Gmünd verhaftet worden, wo er sich trotz dreijähriger Fahndung offenbar öfter in seinem dortigen Haus aufgehalten hatte. Wassermann, der bisher stets - und auch in wortreichen Aussendungen und Interviews während seiner Flucht - seine Unschuld bekräftigt hatte, ging mit dem Geständnis offenbar auf ein Angebot des Gerichts ein.

Das Gericht hatte sowohl gegenüber dem Angeklagten erklärt, dass bei einem sofortigen Geständnis nur eine maximale Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten und eine maximale Geldstrafe von 400 Tagessätzen zu erwarten sei. In Richtung der Staatsanwaltschaft avisierte das Gericht diesfalls eine Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren und zehn Monaten sowie eine Mindest-Geldstrafe von 320 Tagessätzen.

„Sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft haben dem Vorschlag des Gerichts zugestimmt“, zitiert "profil" einen Sprecher des Oberlandesgerichts München. Wassermann Geständnis sei in Form einer schriftlichen Erklärung seines Verteidigers erfolgt. Mit einer baldigen Urteilsverkündung ist zu rechnen. Ursprünglich war der Prozess auf 36 Verhandlungstage anberaumt und hätte bis Oktober dauern sollen.

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