Privatsender gegen Ausdehnung der TV-Werbezei...
 

Privatsender gegen Ausdehnung der TV-Werbezeiten im ORF

Der ORF sei ohehin "stark privilegiert" und der "Wettbewerb würde noch stärker verzerrt als er jetzt schon ist".

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) spricht sich gegen eine Ausweitung der Fernseh-Werbezeiten im ORF aus. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hatte im ORF-Stiftungsrat angesichts der finanziellen Lage des ORF neben einer Reihe anderer Maßnahmen auch den Wunsch nach einer Ausdehnung der TV-Werbezeiten von 40 auf 48 Minuten bis 2013 deponiert. Die Privatsender wiesen dies am Freitag zurück. "Es ist völlig realitätsfremd, angesichts eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds einfach mehr Geld vom Staat zu verlangen", hieß es in einer Aussendung.







VÖP-Vorsitzender Christian Stögmüller meinte, dass der ORF "wie jedes andere Unternehmen auch" zuerst seine "Hausaufgaben erledigen" sollte. Der ORF sei gegenüber anderen Medien ohnehin "stark privilegiert". Erleichterungen bei den ORF-Werbebeschränkungen würden "zur Gänze auf Kosten der anderen Marktteilnehmer gehen". Das "bereits bestehende Ungleichgewicht am Rundfunkmarkt" würde so "noch gravierender". Stögmüller: "Der Wettbewerb würde noch stärker verzerrt als er jetzt schon ist."







Puls 4-Geschäftsführer Martin Blank sprach sich dafür aus, dass der ORF zunächst "vorhandene Einsparpotenziale realisieren muss". Von "harten Sparmaßnahmen", wie sie ORF-Chef Wrabetz angekündigt hat, könne derzeit keine Rede sein. Allein die aktuelle ORF-Imagekampagne habe etwa einen Mediawert von mehreren Millionen - "mehr als die Marketingausgaben aller Privatsender zusammengerechnet". Die Privatsender warnen aber auch vor dem Hintergrund der derzeit laufenden ORF-Prüfung durch die EU vor Werbeerleichterungen für den öffentlich-rechtlichen Sender.







(Quelle: APA)
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