Privatsender formulieren Forderungen
 

Privatsender formulieren Forderungen

Der Privatsenderverband VÖP fordert erneut Adaption der gesetzlichen Rahmenbedingungen und bundesweites Privatradio.

Der Privatsenderverband VÖP, Interessensvertretung der heimischen Privatradios und Privat-TV-Stationen, fordert erneut die Schaffung von "fairen Rahmenbedingungen". Sowie die Förderung echten dualen Rundfunks – davon sei man in Österreich noch immer "meilenweit entfernt", sagt VÖP-Vorsitzender und Antenne Steiermark-Geschäftsführer Oliver Pokorny bei einer Pressekonferenz. "Top-Forderung" nennt der Privatradio-Macher etwa den VÖP-Ruf nach einer bundesweiten Privatradiofrequenz. Welche nur durch Privatisierung einer der ORF-Senderketten möglich wäre. "Mit welcher Frequenz der bundesweite Teppich geschlossen wird, ist uns egal", erklärt dazu Pokorny. Für die Privatradios fordert der VÖP-Vorsitzende weiters langfristig sinnvolles Frequenz- und Lizenzmanagement sowie eine Ergänzung der Auswahlkriterien um das Kriterium "bisherige ordnungsgemäße Ausübung der Lizenz". Welches vor allem nach Auslauf der Lizenz – nach zehn Jahren – und bei Neuantrag schlagend werden könnte.

Auf dem Privat-TV-Sektor wünscht sich der ATVplus-Chef und VÖP-Vorstandssprecher Franz Prenner "eigene Vielfalt und nicht nur Vielfalt, die aus dem benachbarten Ausland kommt". Dazu brauche es jedoch stärkere Überwachung und Einschränkung des Platzhirschen ORF. Etwa: Parallel zur geplanten ORF-Gebührenerhöhung im Jänner 2004 sollten "im gleichen Ausmaß die Werbeeinnahmen beschränkt werden", so Prenner.

(jed)

stats