Privatsender fordern verbindliche Regeln für ...
 
APA

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) fordert anlässlich seiner Generalversammlung die Absicherung des Medienstandorts Österreich sowie faire Spielregeln für Google & Co. Auch die Wahl des Vorstands stand auf der Tagesordnung.

"Das duale Mediensystem in Österreich muss gestärkt werden", erklärte der wiedergewählte VÖP-Vorsitzende Ernst Swoboda (Kronehit): "Hierfür braucht es eine pluralistische und wirtschaftlich wie politisch unabhängige private Medienlandschaft einerseits und einen unverwechselbar öffentlich-rechtlichen ORF andererseits. Das bisherige Selbstverständnis des ORF als Konkurrent und Gegner der Privatsender ist überholt. Er muss seine kommerziellen Aktivitäten zurückfahren und mehr in Public Value investieren." Aufgabe der Medienpolitik ist es laut Swoboda, den ORF so zu reformieren, dass er die duale Medienlandschaft nachhaltig unterstützt und absichert.

Swobodas Stellvertreter, Markus Breitenecker (Puls 4), forderte im Zusammenhang mit den großen Online-Medienplattformen regulatorische Lösungen, weil diese eine Gefahr für Demokratie und Medien darstellten. "Es braucht europaweit verbindliche Regeln für Google, Facebook & Co", so Breitenecker.

Vorstand gewählt

Bei der  Generalversammlung des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP) stand auch die Wahl des Vorstands für die nächste Funktionsperiode auf der Tagesordnung. Der aktuelle VÖP-Vorstand setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • Dr. Ernst Swoboda, KRONEHIT (Vorsitzender)
  • Mag. Markus Breitenecker, PULS 4 (1. stellvertretender Vorsitzender)
  • Christine Scheil, SKY Österreich (2. stellvertretender Vorsitzender)
  • Mag. Wolfgang Struber, Radio Arabella (Kassier)
  • Ralph Meier-Tanos, 88,6 (Schriftführer)
  • Dipl.Ing. Bernhard Albrecht, ATV
  • Gottfried Bichler, Antenne Steiermark
  • Lorenz Cuturi M.A., BTV
  • Mag. Johanna Papp, Antenne Wien
  • Mag. Christian Stögmüller, Life Radio
  • Alexander Wagner, Radio Energy
  • Dr. Ferdinand Wegscheider, ServusTV

Der neu gewählte VÖP-Vorstand wird sich zusammen mit der Geschäftsführerin des VÖP, Corinna Drumm, weiter für die Optimierung der Rahmenbedingungen österreichischer Privatrundfunkveranstalter einsetzen. „Dazu gehört auch das Thema Finanzierung und Förderung.“, erläutert Drumm. „Österreichs Medienstandort braucht ein ziel- und zukunftsorientiertes Fördersystem, das neben der bestehenden Basisförderung insbesondere die Themen Digitalisierung und Qualität unterstützt. Klar ist, dass der Wettbewerb mit den Online-Plattformen auf dem digitalen Marktplatz stattfindet, und dass wir dort mit Qualität, Relevanz und Regionalität punkten müssen.“

stats