Privatsender beschweren sich gegen ORF-Werbep...
 

Privatsender beschweren sich gegen ORF-Werbepraxis

Der Verband Österreichischer Privatsender hat gegen "mutmaßliche Gesetzesverletzungen" des ORF im Rahmen der "Starmania"-Sendungen Beschwerde eingelegt.

Wegen mutmaßlicher Verstöße des Küniglbergs gegen das ORF-Gesetz hat nun der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) beim Bundeskommunikationssenat Beschwerde eingelegt: Im Rahmen der "Starmania"-Sendungen sei kontinuierlich gegen die Regelung von Product Placement, das Verbot von Schleichwerbung, das Werbetrennungs- und Kennzeichnungsgebot, das Verbot von Unterbrecherwerbung sowie das Verbot von Crossmedia-Werbung verstoßen worden, kritisiert VÖP-Vorsitzender Oliver Pokorny.

Zudem habe der ORF aufgrund "zu schwammiger Formulierungen" im ORF-Gesetz den öffentlich-rechtlichen Auftrag nach eigenem Geschmack definiert. Der VÖP fordert daher nun eine "Nachjustierung" des Gesetzes: Die Medienpolitik müsse beantworten, "wie sehr ein Öffentlich-Rechtlicher im privaten Revier wildern darf", so Pokorny. Als "rechtlich nicht begründet" bezeichnet indes Dr. Alexander Wrabetz, Kaufmännischer Direktor des ORF, die VÖP-Vorwürfe.

(jed)

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