Privatsender ärgern sich über Ministerin Dori...
 

Privatsender ärgern sich über Ministerin Doris Bures

Die ProSiebenSat.1-Gruppe zeigt sich ob der Zustimmung von Medienministerin Doris Bures zu der ORF-Gebührenerhöhung erbost.

"Undifferenziertheit und Polemik" werfen die Privatsender der für Medien zuständigen SPÖ-Ministerin Doris Bures vor. Sie begründete ihre Zustimmung für die vom ORF geplante Gebührenerhöhung am Mittwoch damit, dass "nur ein eigenständiger ORF einen deutschen Einheitsbrei im TV verhindern könnte". Die ProSiebenSat.1 Gruppe entgegnete in einer Aussendung verärgert, dass sie sehr wohl "in Österreich - entgegen der augenscheinlichen Ansicht von Ministerin Bures - einen wichtigen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft und zum österreichischen Rundfunkmarkt" leiste.

"Wir erwarten uns eine faire Behandlung aller Marktteilnehmer", betonte Corinna Drumm, Geschäftsführerin von Sat.1, weiter. Und zeigte sich schockiert, "wie eine Medienministerin sich derart im Ton vergreifen kann". Die Österreich-Fenster der deutschen TV-Sender könnten mit ihren allabendlichen "Austria News", dem Frühstücksfernsehen "Café Puls" oder verschiedenen Special Interest Magazinen einen höheren Anteil an eigenproduzierten Programmen mit Österreich-Bezug vorweisen, als ORF 1, "der sein Programm hauptsächlich durch amerikanische Spielfilme und Serien bestreitet". Und Drumm weiter: "In diesem Licht betrachtet ist die Unterstützung einer Gebührenerhöhung des ORF, um die österreichische Identität zu fördern, absurd und widersinnig."

(jed)

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