Priorität für Hauszustellung
 

Priorität für Hauszustellung

Die Tageszeitungen Der Standard und Die Presse wollen eine gemeinsame Vertriebsfirma gründen.

Die Tageszeitungen Der Standard und Die Presse wollen eine gemeinsame Vertriebsfirma gründen.

Die Erhöhung des Postzeitungstarifes für das kommende Jahr zwingt die Tageszeitungen zu raschen Reaktionen. Der Standard und Die Presse wollen ihre bereits laufende Kooperation im Bereich der Hauszustellung für Wien, Niederösterreich und das Nordburgenland in ein gemeinsames Unternehmen auslagern. Die Überlegung, die dahinter steht: die Erschließungkosten für einen Hauszustellungsdienst auf diesen Märkten ist für einen allein zu teuer. Die Entscheidung der Post, ihre Tarife zu erhöhen, hat die Verhandlungen zuletzt beschleunigt. Kalkuliert man geteilte Aufbauinvestitionen, dann, so Standard-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann, "bewege man sich nahe an den laufenden Kosten der Hauszustellung durch die Post."

Weitere Synergien seien nicht in Sicht, dementiert Bergmann Spekulationen im Format (Nr.51 vom 18.12.). Demnach sei angesichts des dramatischen Kostendrucks (Papierpreiserhöhung) und des im kommenden Jahr zu erwartenden Wegfalls bzw. der Reduktion der besonderen Presseförderung davon die Rede, durch Schaffung einer gemeinsamen Holding weitere Einsparungspotenziale (Aboverwaltung, Anzeigenmarketing) zu schaffen. Ins Spiel gebracht werden in diesem Zusammenhang auch mögliche Eigentümerverschränkungen zwischen Standard und Presse durch den angeblichen Appetit des Süddeutschen Verlages (49 Prozent Der Standard, 77 Prozent Österreichischer Wirtschaftsverlag, 100 Prozent Carl Ueberreuter Wirtschaftsverlag) nach mehr in Österreich. (spr)


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