Printmedien starten Anwaltschaft für Leser
 

Printmedien starten Anwaltschaft für Leser

Neues Gremium vermittelt bei Beschwerden gegen Medien

Seit der Auflösung des österreichischen Presserates vor fünf Jahren, musste Österreich auf eine medienethische Kontrollinstanz verzichten. Ein Vakuum, das die heimischen Printmedien jetzt mit einem neuen Modell zur Medien-Selbstregulierung zu schließen versuchen. Auf Initiative des Vereins der Chefredakteure wurde dazu im Medienhaus Wien die Leseranwaltschaft eingerichtet, die künftig als Schnittsstelle zwischen Medien und Lesern agieren soll. Basis der Leseranwaltschaft ist der Ehrenkodex der österreichischen Presse. Dieser mahnt von Journalisten, Herausgebern und Verlegern die Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit und Korrektheit bei Information und Kommentierung ein. Positiv bewertet auch der Verband Österreichischer Zeitungen den Start der Leseranwaltschaft.


Das Team der Leseranwaltschaft bilden „Kurier“-Kommentator Alfred Payrleitner, Sylvia Wörgetter, stellvertretende Leiterin der Innenpolitik der "Salzburger Nachrichten", sowie der ehemalige APA-Chefredakteur Wolfgang Mayr. Die Medien-Juristin Julia Sokol übernimmt die Fachberatung, Elisabeth Horvath, freie Journalistin und Vizepräsidentin des Presseclubs Concordia, leitet die Clearingstelle. Ab sofort können sich Leser beziehungsweise von der Medienberichterstattung Betroffene bei möglichen Verletzungen des Ehrenkodex an die Leseranwaltschaft wenden. Weitere Informationen unter www.leseranwalt.at.



Lesen Sie mehr in der Titelgeschichte der aktuellen Printausgabe von HORIZONT (23/2007), die am 8. Juni 2007 erscheint.



(il)



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