Print behauptet sich gegen E-Zeitung
 

Print behauptet sich gegen E-Zeitung

Laut einer Meinungsraum.at-Studie ist die Bereitschaft, eine E-Zeitung zu abonnieren, noch sehr gering.

Knapp die Hälfte der 500 Befragten, die der Marktforscher Meinungsraum.at mithilfe von Computer Assisted Web Interviews (CAWI) im Mai und im Juni dieses Jahres interviewte, glauben, dass die elektronischen Tageszeitung in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. Diese Zukunft scheint allerdings noch fern, denn nur  ein Viertel kann sich vorstellen, ein solches Produkt tatsächlich zu abonnieren. 28 Prozent haben vor der Umfrage von der Möglichkeit eine Zeitung (wie etwa New York Times und Washington Post) auf Kindle DX zu lesen, schon einmal gehört. 65 Prozent der Tageszeitungsleser konsumieren hauptsächlich oder ausschließlich herkömmliche Tageszeitungen - diese Gruppe nutzt Online-Tageszeitungen also kaum. Vor diesem Hintergrund scheint es, abhängig vom Informationsstand der Bevölkerung, realistisch, dass die Akzeptanz der eZeitung in Zukunft noch zunimmt, auch wenn die Mehrheit - nämlich 55 Prozent - nicht an eine völlige Verdrängung der Printausgabe glaubt.

Für die "Gegnger" von E-Zeitungen ist die Haptik und das Rascheln des Papiers ein ganz wesentlicher Bestandteil des Zeitungslesens. Befürworter der betonen deren Umweltfreundlichkeit. Die Mehrheit will für ein Abo einer E-Zeitung allerdings weniger ausgeben, als für das klassische Tageszeitungsabo. Eine elektronische Ausgabe würde nach Meinung der Befragten am besten zum "Standard" passen (33 Prozent), 27 Prozent votieren für die "Krone" und 25 Prozent für die "Presse".


stats