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Presserats-Vorsitzender Paul Twaroch tritt zurück

Nach dem angekündigten Austritt des VÖZ hat der Presserat nun seinen Vorsitzenden verloren, bis Jahresmitte wird die Organisation der Selbstkontrolle neu überdacht.

Paul Twaroch hat bei der Vollversammlung des Österreichischen Presserats am Montag, 21. Jänner 2002, seinen Rücktritt als Vorsitzender des Selbstkontrollorgans erklärt. Im Gespräch mit der Austria Presse Agentur (APA) nennt Twaroch „strukturelle, organisatorische und finanzielle Hemmnisse, die ihm Grenzen gesetzt hätten", sowie seinen bevorstehenden 70. Geburtstag als Grund für seine Entscheidung.
Turnusmäßig wäre ohnehin ein neuer Vorsitzender aus der Journalistengewerkschaft zu bestellen gewesen. Nach den Turbulenzen rund um das Selbstkontrollorgan – der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) hat im Dezember seinen Austritt aus dem Presserat angekündigt – hat man aber beschlossen mit dem alten Präsidium zu arbeiten. Den Vorsitz üben nun Twarochs Stellvertreter Katharina Krawagna-Pfeifer (VÖZ) sowie Paul Vecsei und Christa Karas (beide Journalistengewerkschaft) aus.
Bis Jahresmitte sollen die Trägerorganisationen (VÖZ, Gewerkschaft, Presseclub Concordia und Zeitschriftenverband) in Gespräche eintreten und sich über eine neue Form des Selbstkontrollorgans einigen.

(juju)

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