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Presserat rügt "Krone" für Diskriminierung von Südländern

Vorarlberg-Ausgabe der Tageszeitung verletzte Ehrenkodex

Für einen Verstoß gegen den Ehrenkodex der österreichischen Presse rügt der Presserat die "Kronen Zeitung". In der Vorarlberg-Ausgabe der Tageszeitung kam es Ende vergangenen Jahres zu einer "Pauschalverunglimpfung von Menschen aus bestimmten, im Süden gelegenen Ländern", wie es am Freitag in einer Aussendung hieß. Des Weiteren wurden durch eine "kommentierende Formulierung" Vorurteile geschürt, wie der Presserat festhält. Das selbstständige Verfahren wurde aufgrund mehrerer Mitteilungen von Lesern eingeleitet.

Konkret geht es um einen Artikel über einen Raubüberfall auf eine Taxilenkerin, der folgende Passage enthält: "Kurz vor dem Ziel zückte der Südländer (einer von hunderten kriminellen Ausländern, die unsere Heimat unsicher machen) ein Messer." Darin sei laut Presserat ein "xenophober Unterton" deutlich zu erkennen. Von der Möglichkeit, am Verfahren teilzunehmen, habe die "Kronen Zeitung" nicht Gebrauch gemacht, wie es weiter hieß. Die "Krone" ist bis dato auch nicht Mitglied im Presserat.

(APA)
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