Presserat-Aviso für September bekräftigt
 

Presserat-Aviso für September bekräftigt

Nach ersten Anrufungen – Selbstkontrollorgan der Printmedien laut Franz C. Bauer in den Startlöchern.

Was Franz C. Bauer, seines Zeichens Journalistengewerkschafter und Präsident des neuen Österreichischen Presserats am 13. Juli gegenüber HORIZONT Online avisierte (hier), hat er diese Woche gegenüber der APA erneut bekräftigt: "Wir haben die Startpistole bereits in der Hand", so Bauer. Derzeit sei nur mehr eine Nominierung für einen der Senate offen.

Obwohl der Presserat noch nicht einmal aktiv ist, sind schon jetzt drei Beschwerden anhängig. Die jüngste stammt vom BZÖ: Das Bündnis will das Nachrichtenmagazin "profil" vor das Gremium zerren. Die Kleinpartei ist überzeugt, dass ein veröffentlichtes Dossier über angebliche Geldflüsse Saddam Husseins an Jörg Haider gefälscht sei. Bauer bestätigte, dass die Beschwerde eingelangt ist. Man habe sie den Ombudsleuten zugewiesen. Zwei weitere Beschwerden seien von Lesern eingebracht worden, gegen welches Medium oder welche Art der Berichterstattung diese protestierten, wollte Bauer nicht öffentlich preisgeben.

Ende März hatte sich der Presserat erneut konstituiert, nachdem Österreich lange Jahre ohne eine solche Beschwerdestelle auskommen musste – HORIZONT berichtete (siehe weiterführende Meldungen unten). Als Präsident fungiert Journalistengewerkschafter Franz C. Bauer, Vizepräsident ist "Kurier"-Geschäftsführer Thomas Kralinger. Rechnungsprüfer des Vereins sind "Furche"-Chefredakteur Claus Reitan vom Verein der Chefredakteure sowie Günther Greul vom Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverband (ÖZV). Seine operative Tätigkeit nimmt der Presserat erst auf, wenn alle Stellen besetzt sind.

(Quelle: HORIZONT Online/APA)
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