Presseförderung soll verdoppelt werden
 

Presseförderung soll verdoppelt werden

Andy Wenzel
Kanzleramtsminister Thomas Drozda (r.) und Finanzminister Hans Jörg Schelling (l.) beim debriefing nach dem Ministerrat am 30. August 2016.
Kanzleramtsminister Thomas Drozda (r.) und Finanzminister Hans Jörg Schelling (l.) beim debriefing nach dem Ministerrat am 30. August 2016.

Für Thomas Drozda ist die Finanzierung der Förderung weiter offen.

Die Presseförderung für österreichische Printmedien soll von knapp 8,9 Millionen Euro auf 17 Millionen Euro erhöht werden, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe. Der Verband österreichischer Zeitungen VÖZ hatte zuletzt immer wieder eine Erhöhung auf 35 Millionen Euro gefordert.

Neu wäre demnach auch die Förderung von Gratiszeitungen: "Österreich" soll 400.000 Euro erhalten, "Heute" 300.000, verweist profil auf Verhandlerkreise. "Österreich" war erst im Vorjahr bei Ansuchen um Förderung abgeblitzt, förderungswürdig sind bis dato nur Tages- oder Wochenzeitungen, die vorwiegend im freien Verkauf oder im Abonnementbezug erhältlich sind. "Es gibt ordentliche Journalisten bei allen Medien", so Medienminister Thomas Drozda gegenüber profil. "Warum diese Jobs weniger förderungswürdig sind als andere, möchte ich nicht argumentieren."

Förderung auch für Online-Medien

Geplant sind auch Ausschüttungen an Online-Medien, gekoppelt wird die Presseförderung neu an die Zahl der Arbeitsplätze. Wochenmedien würden ab drei, Tagesmedien ab sechs Redakteuren gefördert. Voraussetzung sei eine "universelle Berichterstattung". Möglich sei laut "profil" auch die Förderung von Plattformen wie unzensuriert.at.

Am Montag meldete sich auch Thomas Drozda gegenüber der APA zu Wort, für den die Finanzierung jedoch weiter offen ist. "Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen, das betrifft sowohl die Inhalte als auch die Finanzierung", so Drozda. 
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