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Presseclub Concordia kritisiert "Krone" und "Heute"

Leichenfunde in Meidling: Berichterstattung komme einer Vorverurteilung der Eissalonbesitzerin.

Der Presseclub Concordia hat die Kolleginnen und Kollegen der beiden Boulevard-Medien “Kronenzeitung” und “Heute” darauf aufmerksam gemacht, dass ihre Berichterstattung im Falle der Leichenfunde im Keller eines Wiener Eissalons einer Vorverurteilung der Eissalonbesitzerin gleichkommt. Eine Person als “Eis-Killerin” oder “Todeshexe” zu bezeichnen widerspreche eindeutig der im Medienrecht geforderten Unschuldsvermutung, so der Presseclub Concorida in einer Aussendung.

Zur Erinnerung der Gesetzestext: § 7b des österreichischen Medienrechts:

(1) Wird in einem Medium eine Person, die einer gerichtlich strafbaren Handlung verdächtig, aber nicht rechtskräftig verurteilt ist, als überführt oder schuldig hingestellt oder als Täter dieser strafbaren Handlung und nicht bloß als tatverdächtig bezeichnet, so hat der Betroffene gegen den Medieninhaber Anspruch auf eine Entschädigung für die erlittene Kränkung. Der Entschädigungsbetrag darf 20 000 Euro nicht übersteigen; im übrigen ist § 6 Abs. 1 zweiter Satz anzuwenden.
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