"Presse": Fleischhacker war für Fusion
 

"Presse": Fleischhacker war für Fusion

Wollte eine "einzige große Redaktion für zwei oder mehr Medien" schaffen

Der abgegangene "Presse"-Chefredakteur Michael Fleischhacker hat in der aktuellen Ausgabe der Stadtzeitung "Falter" zu seinem Ausscheiden aus der Styria Media Group Stellung genommen.  "Es war von Anfang klar, dass mein Abgang eine Option ist. Wenn zwei Unternehmen näher zusammengehen und eine Totalfusion möglich ist, muss man als Teil des verantwortlichen Managements damit rechnen, danach nicht mehr Teil davon zu sein. Man kann ja nicht Posten sparen und das Management auslassen", sagte Fleischhacker.

Er selbst hätte für eine Totalfusion der beiden Wiener Styria-Zeitungen plädiert, bestätigt er Wäre es nach Fleischhacker gegangen, wäre aus "Presse" und "WirtschaftsBlatt" eine "einzige große Redaktion für zwei oder mehr Medien" geworden. "Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt, es gibt nicht viele Journalisten, die in ihren Disziplinen imstande sind, den Akteuren im jeweiligen Gebiet auf Augenhöhe zu begegnen. Wir können versuchen zu verstehen, wovon ein Finanzanalyst oder ein Generaldirektor spricht, ob er recht hat, wissen wir nicht. Ohne Spezialisierung spielen die mit uns Katz und Maus", erklärte Fleischhacker. Er scheidet mit 31. August aus der Styria aus.

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