Press Freedom Award 2004 vergeben
 

Press Freedom Award 2004 vergeben

Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis wird an Journalisten aus den EU-Nachbarländern Bulgarien, Moldawien, Rumänien, Ukraine und Weißrussland in drei Kategorien verliehen.

Die Preisträger des von "Reporter ohne Grenzen Österreich" vergebenen "Press Freedom Award 2004 - Signal für Europa" sind am Montag, den 31. Jänner in Wien bekannt gegeben worden. Ausgezeichnet wurden die rumänische Reporterin Anca Paduraru für eine Artikelserie über die Zustände in psychiatrischen Krankenanstalten, sowie ihre Kollegin Alina Anghel aus Moldawien für ihre Berichterstattung über die Korruption in ihrer Heimat. Der Ukrainer Andriy Shevchenko wird für eine TV-Dokumentation über Proteste gegen den damaligen Präsidenten Leonid Kutschma im Jahr 2001 gewürdigt.



Die Jury erkannte der rumänischen Preisträgerin Anca Paduraru die Auszeichnung im Bereich Online-Journalismus für ihre Artikel über psychiatrische Anstalten zu. Diese erschienen mit dem Serien-Titel "Sehnsucht nach mehr als nur Pillen" im tschechischen Magazin "Transitions" unter dem Pseudonym Dumitru Balaci. Paduraru sei mittlerweile aufgefordert worden, in acht weiteren Staaten Alternativen zur staatlichen Versorgung psychisch Kranker auszuarbeiten, so Jurymitglied Albert Rohan, früher Generalsekretär des Außenministeriums.



Aus Bulgarien und aus Weißrussland, wo der heuer zum dritten Mal vergebene Preis ebenfalls ausgeschrieben war, hätte es keine Einreichungen gegeben, sagte das Jury-Mitglied weiter. In Weißrussland, das als "letzte Diktatur Europas" gilt, haben die Zensur und das Verbot von Medien nach Erkenntnissen von Reporter ohne Grenzen im Vorjahr nochmals stark zugenommen. Warum es keine Beiträge aus Bulgarien, das 2007 gemeinsam mit Rumänien EU-Mitglied werden soll, gegeben hat, ließ Rohan offen.

(kast)

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