Premiere unter Druck
 

Premiere unter Druck

Der Pay-TV-Sender wird seinen Kreditverpflichtungen bald nicht mehr nachkommen können.

Die Quartalszahlen der Premiere AG in Unterföhring sind -erwartungsgemäß- nicht berauschend. Im 3. Quartal 2008 ist der Nettoverlust auf 89,1 Millionen Euro gestiegen - bei einem Gewinn von 0,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Nettoverschuldung ist von 224 Millionen Euro im zweiten Quartal auf 307 Millionen Euro gestiegen. Der Umsatz hingegen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 247,5 Millionen Euro auf 244,6 gefallen. Das Ebitda weist ein Minus von 27,2 Millionen Euro aus.

Das sind Zahlen, die den derzeitigen Kreditverpflichtungen des Senders gegenüber den Banken nicht zuträglich sind. Es werde auch bereits über eine Restrukturierung der Schulden verhandelt, heißt es, sonst könne das Unternehmen seinen Kreditverpflichtungen in Kürze nicht mehr nachkommen.


Laut CEO Marc Williams soll der Umsatz nächstes Jahr wieder über der Milliardenschwelle liegen,  nämlich bei 1,015 Milliarden Euro. Das war auch im vergangenen Jahr das Ziel, das Ergebnis waren dann allerdings nur 984,5 Millionen Euro.

Williams hofft jetzt noch auf das Weihnachtsgeschäft, wobei der Fokus auf der Generierung von Laufzeitabonnements liegen soll. Derzeit zählt der Sender - um unbezahlte Abos bereinigt- 2,411 Millionen direkte Abonnenten.
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