Premiere-Roadshow macht Station in Wien
 

Premiere-Roadshow macht Station in Wien

Dr. Georg Kofler, Vorstand der Premiere AG, und sein Team präsentieren den Börsegang des Abo-Senders in Wien.

"Wir wissen, dass es auch ein Leben nach dem IPO gibt", meint Dr. Georg Kofler, Vorstand der Premiere AG, im Rahmen der Roadshow zum Börsegang des Pay-TV-Senders. Und will damit möglichen Zweiflern an der positiven Entwicklung der künftigen Premiere-Aktie den Wind aus den Segeln nehmen. Am Abend des 23. Februar präsentierten Kofler und sein Team den Premiere-Börsegang auch in Wien. Kofler weiter zur wirtschaftlichen Entwicklung der Medienbranche: "Es gibt schwierige Segmente im Medienmarkt, Pay-TV ist es nicht."



Mehr als 42 Millionen Aktien will die Premiere an die Aktionäre abgeben und damit eine Freefloat-Quote erreichen, die deutlich über 50 Prozent liegt. Die Zeichnungsfrist läuft von 23. Februar bis 8. März 2005, der Ausgabepreise der Aktie liegt zwischen 24 und 28 Euro. Neben dem bisherigen Premiere-Mehrheitsgesellschafter Permiera sowie den an Premiere beteiligten Banken - darunter auch die heimische Bawag (1,5 Prozent) - gibt auch Premiere-Chef Kofler selbst einen Teil seiner Aktien für den Börsegang ab. Nach dem Börsegang werde Kofler noch 13,9 von bisher 20,5 Prozent des Abo-Senders gehören. Auch seinen hohen Anteil an dem Sender sieht Kofler als eine Zeichen für seinen berechtigten Optimismus, was die künftig positive Entwicklung des Senders betrifft. Der Finanzinvestor Permira verringert seinen Aktienanteil auf 23,7 Prozent von 55 Prozent.



Insgesamt soll das Transaktionsvolumen durch den Premiere-Börsegang zwischen 1,01 Milliarden und 1,178 Milliarden Euro liegen, 288 bis 336 Millionen Euro will das Unternehmen selbst aus dem Börsegang erlösen.

(as)

Auch die Banken BayernLB und HypoVereinsbank (künftig je 4,3 Prozent) und Bawag (1,5 Prozent) werden beim Börsengang zwar Aktien abgeben, aber nicht ganz aus dem Gesellschafter-Kreis ausscheiden. Die Premiere-Manager Michael Börnicke und Hans Seger halten künftig 0,5 Prozent. Die Altaktionäre verpflichten sich, in den sechs Monaten nach dem Börsengang keine Anteilsscheine zu verkaufen.

Zusammenbruch der KirchGruppe

Premiere war mit Milliardenverlusten für den Zusammenbruch der KirchGruppe mitverantwortlich. Als Folge der Pleite sind die früheren Gläubigerbanken BayernLB und HypoVereinsbank derzeit noch mit jeweils 10 Prozent und die österreichische Bawag mit 3,5 Prozent beteiligt. Das Premiere-Management besitzt - von Koflers Anteilen abgesehen - 1,28 Prozent. Kofler besitzt als zweitgrößter Anteilseigner 20,46 Prozent. Von Permira beratene Fonds halten mit 54,76 Prozent die Mehrheit. (APA/dpa/Reuters)
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