Premiere klagt vor EU-Kommission gegen EBU-Ei...
 

Premiere klagt vor EU-Kommission gegen EBU-Einkauf

Der Abo-Sender Premiere zieht wegen der Einkaufspraxis der EBU-Sender bei Sportrechten vor die EU-Kommission.

Der Münchner Abo-Sender Premiere hat bei der EU-Kommission einen Wettbewerbsbeschwerde gegen die über die European Broadcasting Union (EBU) von den öffentlich-rechtlichen Sender eingekauften Sportrechte eingebracht. Premiere-Chef Dr. Georg Kofler spricht von einem "Einkaufskartell" und "unzulässiger Subventionen öffentlich-rechtlicher TV-Anstalten". Premiere ist der Auffassung, dass der gemeinsame Einkauf von Fernsehrechten an Sport-Großereignissen durch die EBU in seiner jetzigen Form unzulässig ist. Die Klage richtet sich insbesondere gegen die drei Sender ORF, ARD und ZDF.



ARD-Vorsitzender Prof. Jobst Plog, Intendant des NDR, spricht von einem "substanzlosen" Schritt: „Premiere versucht, die EU-Kommission für durchsichtige unternehmerische Interessen zu instrumentalisieren. Aus unserer Sicht fehlt der Beschwerde jede Grundlage.“ Unter anderem habe die ARD Premiere diverse Übertragungen angeboten, die von dem Münchener Privatsender allerdings abgelehnt worden seien.

(as)

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