Ein Abend, zwei Jahre, fünf Preise: Manuela R...
 
Ein Abend, zwei Jahre, fünf Preise

Manuela Raidl und Silvana Meixner erhalten Wiener Journalistinnenpreis

Katharina Schiffl
Die Journalistinnen-Preisträgerinnen mit den Vorstandsvorsitzenden des Frauennetzwerk Medien: Martina Madner, Tanja Maljartschuk, Silvana Meixner, Manuela Raidl, Christina Pausackl, Eja Kapeller, Alexandra Wachter (v.l)
Die Journalistinnen-Preisträgerinnen mit den Vorstandsvorsitzenden des Frauennetzwerk Medien: Martina Madner, Tanja Maljartschuk, Silvana Meixner, Manuela Raidl, Christina Pausackl, Eja Kapeller, Alexandra Wachter (v.l)

Manuela Raidl (Puls 24) und Silvana Meixner (ORF) wurden mit dem Wiener Journalistinnenpreis geehrt. Zudem wurde heuer ein Ukraine-Würdigungspreis zur Unterstützung ukrainischer Journalistinnen vergeben.

Nach zwei Jahren covid-bedingter Pause hat das Frauennetzwerk Medien am Dienstagabend im Wiener Rathaus wieder Journalistinnen für herausragende Leistungen geehrt. Über den Wiener Journalistinnenpreis 2021 konnte sich Silvana Meixner (ORF) für ihr Engagement in der Minderheitenredaktion freuen. Die Auszeichnung für 2022 ging an Manuela Raidl (Puls 24). Die Jury, bestehend aus dem Vorstand des Frauennetzwerks Medien, begründet: „Silvana Meixner war maßgeblich am Aufbau der Minderheitenredaktion beteiligt und hat Generationen von Migrant:innen bei ihren ersten beruflichen Schritten im Journalismus unterstützt – sie ist ein Symbol für mediale Integration. Manuela Raidl zeichnet sich durch Wissen, Präzision und Intellektualität aus. Die ‚Sommergespräche‘, die die Polit-Expertin mit allen Parteichef:innen geführt hat, waren geprägt von Hintergrundwissen. Raidl zeigt seit Jahren, wie man komplexe Zusammenhänge einfach erklärt und damit zugänglich macht.“
   

Dejana Kabiljo, Martina Madner, Tanja Maljartschuk, Alexandra Wachter, Silvana Meixner, Manuela Raidl, Barbara Haas, Sigrid Oblak, Christina Pausackl, Kathrin Gaál und Eja Kapeller (v.l.)

„Vorbilder im Journalismus sind enorm wichtig, denn mit mehr Diversität in den Redaktionen gelingt es besser, die Gesellschaft in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen“, sagt Martina Madner, Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien. „Wir zeichnen Qualitätsjournalistinnen aus, weil ihre Arbeit eine entscheidende Rolle im demokratischen Diskurs spielt“, fügt Alexandra Maritza Wachter, ebenfalls Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien, hinzu.

Mit den Jungjournalistinnenpreisen wurden Eja Kapetter (Dossier, 2021) und Christina Pausackl (Die Zeit, 2022) geehrt. „Auch bei emotional herausfordernden Themen einen klaren Blick zu bewahren, sich nicht einnehmen zu lassen von einer Sache, sei sie auch aufwühlend, das zeichnet Eja Kapellers Arbeit aus. Christina Pausackl fällt durch ihre konsequent feministische Arbeit und sensible, klare und fundierte Recherchen auf, die zur Aufdeckung gesellschaftlicher Missstände führen.“
Heuer wurde zusätzlich der Ukraine-Würdigungspreis zur Unterstützung ukrainischer Journalistinnen verliehen. Diesen nahm die Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk stellvertretend für die Journalistin Vira Kuryko entgegen. Maljartschuk wies in ihrer Rede darauf hin, dass die wichtige und gefährliche Arbeit ukrainischer Journalistinnen und der Medien im Land während des Krieges von höchster Relevanz ist und Unterstützung aus ganz Europa benötigt.
   
Die ukrainische Journalistin Vira Kuryko wird mit dem Ukraine-Würdigungspreise ausgezeichnet.
Roman Zakrevsky
Die ukrainische Journalistin Vira Kuryko wird mit dem Ukraine-Würdigungspreise ausgezeichnet.

Die Wiener Journalistinnenpreise unter der Schirmherrschaft der Wiener Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál und dem Finanzstadtrat Peter Hanke sind auf jeweils 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld für 2021 stiftete die Wien Holding, für 2022 die Styria Media Group. Die Statuetten finanzierte die Wirtschaftsagentur Wien. Das Preisgeld von jeweils 1.000 Euro für die Jungjournalistinnen-Preise stiftete der Privatsender PULS 4. Der Ukraine-Würdigungspreis, der auch mit 5.000 Euro dotiert ist, stiftete ebenfalls die Wien Holding.

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