Prämienregelung für ORF-Direktoren
 

Prämienregelung für ORF-Direktoren

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz verteidigt die beschlossene Prämienregelung für die ORF-Geschäftsführung.

Die vom Stiftungsrat beschlossene Prämienregelung für die ORF-Geschäftsführung erhält Rückendeckung von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Demnach werden die Prämien für die Direktoren - die in den vergangenen zwei Jahren auf ihre Prämien verzichtet haben - nur dann zur Gänze ausgeschüttet, wenn die Marktanteile über dem Vorjahr liegen oder der Finanzplan übererfüllt wird. Der Stiftungsrat legt für jeden Direktor individuelle Ziele fest. Diese seien laut Stiftungsratsvorsitzende Brigitte Kulovits-Rupp "sehr ambitioniert" festgelegt. Laut Wrabetz seien die Managementgehälter immer eine schwierige Diskussion, allerdings sei es eine gesetzliche Verpflichtung des Stiftungsrates, eine Bonifikationsregelung abzuschließen. Neu seien aber die quantitativ messbaren Ziele, die es sehr schwer machen würden, in diesen Bonifikationsbereich zu kommen. Wrabetz hält die neue Regelung für gerechtfertigt, außerdem seien die Prämien ohnehin niedriger als in anderen Unternehmen.

Die eingeleiteten Reformen und der harte Sparkurs würden Wirkung zeigen. Betriebsratschefs Gerhard Moser bekräftigte am Nachmittag seine Kritik an der Prämienregelung: "In zwei Jahren knapp 13 Prozent weniger Personal, dazu eine Nulllohnrunde für 2010 sowie das größte Personalkostensparpaket aller ORF-Zeiten lassen die Prämienidee nur noch bizarr erscheinen." Zudem seien sowohl für 2010 als auch für 2011 die Pensionskassenbeiträge der Mitarbeiter durch den ORF ausgesetzt worden.

(Quelle: APA)
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