Postzeitungsversand: leicht gemäßigter Vorsch...
 

Postzeitungsversand: leicht gemäßigter Vorschlag der Post

Die Preiskommission hat heute noch einmal getagt, Ende September müssen die neuen Geschäftsbedingungen veröffentlicht werden.

Die Diskussion um eine gemäßigte Erhöhung der Postzeitungstarife hat heute eine Ende gefunden, das für den Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) allerdings wenig erfreulich ist. In einer Sitzung der Preiskommission hat die Österreichische Post AG Geschäftsbedingungen vorgelegt, die laut VÖZ-Generalsekretär Dr. Walter Schaffelhofer nur geringfügig von dem ursprünglich präsentierten Modell, das Preiserhöhungen bis zu 300 Prozent vorgesehen hatte, abweichen. In den nächsten Tagen werden die neuen Post-Vorschläge Infrastrukturministerin Monika Forstinger vorgelegt. Spätestens in der letzten September-Ausgabe müssen die neuen Geschäftsbedingungen für den Postzeitungsversand in der Wiener Zeitung veröffentlicht werden.



Die neuen Geschäftsbedingungen sehen zwei Stufen und nicht, wie ursprünglich geplant, drei Stufen zur Erhöhung der Preise vor. Die erste Stufe liegt laut Schaffelhofer bei rund zwei Drittel der ursprünglich geplanten ersten Stufe, die zweite Stufe liegt etwas unter der seinerzeit geplanten zweiten Stufe. Die dritte Stufe entfällt völlig. Ein Beispiel: Der Versand einer Tageszeitung mit einem Gewicht von 60 Gramm kostet derzeit 80 Groschen. Ab 1. Jänner 2002 steigt dieser Preis auf 1,64 Schilling an, ab 1. Jänner 2003 auf 3,01 Schilling. Ursprünglich hätte der Versand in dieser Gewichtsklasse in der "Endstufe" 4,27 Schilling gekostet.



Einen "echten Verhandlungserfolg" gibt es laut Schaffelhofer bei der Samstagszustellung, bei der nun ein reiner Stückzuschlag zum Gewicht verrechnet wird. Darüberhinaus hat die Post ein Mengenbindungsmodell vorgeschlagen. Wenn sich jemand verpflichtet, mit einer bestimmten Menge bei der Post zu bleiben, wird die Preiserhöhung auf fünf Jahre gestreckt.

(juju)

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