Postzeitungstarif: Alles wartet auf das Taude...
 

Postzeitungstarif: Alles wartet auf das Taudes-Gutachten

Die bilateralen Gespräche zwischen der Post und dem VÖZ bleiben weiter ergebnislos.

Ein gestriges (10. September 2001) Gespräch zwischen dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und der Österreichischen Post zum Thema Postzeitungsversand hat laut VÖZ-Pressesprecher Dr. Hannes Schopf "keinen wie immer gearteten Fortschritt in der Sache" gebracht. "Wer der Meinung war, dass die Post mit einer Verhandlungsbereitschaft in solche Gespräche geht, der sieht sich sehr enttäuscht. Es gibt keine über den Preisantrag hinausgehenden Vorschläge seitens der Post", so Schopf. Dem Verhandlungsziel, "schon bei der ersten Stufe der Preiserhöhung eine Erleichterung sowohl was die Erhöhung als auch den Zeitraum betrifft zu erreichen", sei man in keiner Weise näher gekommen.



"Es wurden Forderungen auf den Tisch gelegt, die wir nicht erfüllen können. Es führt schwer etwas daran vorbei, dass die Post den Wegfall der Subventionen durch höhere Tarife ausgleichen muss", kontert Post-Pressesprecher Michael Homola. Vor allem den Vorwurf der "Überfallsartigkeit" durch die neuen Tarife weist Homola vom Tisch. Homola: "Es war nicht die Post, die die Subventionen für den Postzeitungsversand überfallsartig gestrichen hat. Die Post hat ohnehin eine dreistufige Erhöhung, die sich über drei Jahre erstreckt, angeboten."



Derzeit warten alle gespannt auf das Gutachten von Univ. Prof. Dr. Alfred Taudes, der in einem ersten Gutachten, für das er allerdings nicht alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung hatte, zum Schluß gekommen ist, dass die angestrebten Tarife nicht der vom Gesetz geforderten Kostenorientierung entsprechen. Die Post hat Taudes vor wenigen Tagen weitere Unterlagen zur Verfügung gestellt. (juju)

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