Post wettert, VÖZ zufrieden
 

Post wettert, VÖZ zufrieden

Die Öffnung der Hausbrieffachanlagen wurde für den 1. Juli 2006 beschlossen.

Bis zum 1. Juli 2006 müssen alte Hausbrieffachanlagen in Österreich gegen Brieffachanlagen mit Einwurfschlitzen ausgetauscht werden. Auf diese Frist hat sich der Verkehrsausschuss im Nationalrat im Zuge der Behandlung der Novelle zum Postgesetz geeinigt. In den Augen von Mag. Franz Ivan, Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ), der gemeinsam mit dem privaten Zusteller redmail eine Öffnung der Briefanlagen bis 1.1.2005 gefordert hatte, ist das "ein insgesamt akzeptabler Kompromiß." Robert Rappold, Assistent der Geschäftsführung bei redmail, sieht in dieser Gesetzesnovelle eine Notwendigkeit, um eine EU-Norm umzusetzen: Seit 1. Jänner 2003 dürfen alle Postsendungen ab einem Gewicht von 100 Gramm auch von privaten Anbietern zugestellt werden. Ohne Zugang zur Hausbrieffachanlage sei dies nicht möglich. Mit dem jetzigen Beschluss sei immerhin ein Minimalkonsens erreicht worden. Ursprünglich hatte die Regierung den 1. Jänner 2009 vorgeschlagen.

Die Österreichische Post läuft gegen die Neuregelung Sturm. Die Öffnung der Hausbrieffachanlagen sei "im Sinne des Wettbewerbs nicht in dieser Schärfe notwendig" und werde "zu Umsatzeinbrüchen bei der Post führen". Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka sieht laut APA das Überleben der Post, die durch ihre jahrzehntelage Monopolstellung einen "gewaltigen Vorsprung vor der Konkurrenz" genieße, "auf keinen Fall gefährdet."

(juju)

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