Post Werbefenster : 'Wir wollen ein relevante...
 
Post Werbefenster

'Wir wollen ein relevanter Anbieter werden'

Österreichische Post
Seit Herbst 2020 bringt die Post durch ihr neues Digital-Out-of-Home-Netzwerk in den Filialen neue Reichweite – im Bild die Filiale Thaliastraße.
Seit Herbst 2020 bringt die Post durch ihr neues Digital-Out-of-Home-Netzwerk in den Filialen neue Reichweite – im Bild die Filiale Thaliastraße.

Seit Herbst 2020 ist die Post mit dem ‚Werbefenster‘ auch im DOOH-Bereich tätig. Die Learnings, Pläne und Ziele zum digitalen Ausbau.

Knapp ein halbes Jahr nachdem auch die Österreichische Post auf den Digital-Out-of-Home-Zug aufsprang (laut Focus Werbebilanz 2020 ist der Markt knapp 55 Millionen Euro schwer), ist Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Das neue DOOH-Netz des Unternehmens ermöglicht es, seit Ende 2020 Werbesujets in frequenzstarken Filialen an mittlerweile zehn Standorten auf 75-Zoll-Screens auszuspielen. Seit November arbeite man am technischen Aufbau der Infrastruktur.


Das digitale Außenwerben mit der Österreichischen Post ermöglicht so laut Unternehmen rund 450.000 Bruttokontakte pro Woche (mit den derzeit zehn vorhandenen Screens). Werbung wird dabei hochauflösend und in Zehn-Sekunden-Spots mit einer Loop von 120 Sekunden Rotation ausgespielt. Das Netzwerk ist wochenweise buchbar. Ein langfristiges Ziel hat Reinhard Scheitl, Leiter Marketing und Produktmanagement der Österreichischen Post, klar vor Augen: „Wir wollen ein relevanter Anbieter am DOOH-Markt werden.“

Standortsuche als Challenge

Allerdings sehe das Unternehmen auch die Schwierigkeiten, die dieses Business mit sich bringt. Beispielsweise sei eine der Challenges gewesen, „Standorte zu finden, die eine relevante Frequenz haben“, so Scheitl auf HORIZONT-Nachfrage. Prozess-optimierung und Kundenfeedback, das zu „kleineren Adjustierungen des Produkts und Angebots führte“, waren dabei die Learnings. Die zehn Wiener Filialen befinden sich bis auf einen Standort südlich der Donau. Auch das soll sich in den kommenden Monaten ändern, denn „wir wollen in Wien ein gutes und performantes Netz aufbauen“, so Scheitl.

Die Unternehmensstrategie dahinter sei es, das Netz nicht mit Eigenwerbung zu bespielen, sondern Außenwerbung „stark und strategisch in unserem Produktportfolio zu platzieren und das Geschäftsfeld mit Werbespendings aus dem Markt aufzubauen“, so Scheitl. Dabei denkt man bei der Post in verschiedenen Dimensionen wie Zielgruppe, Reichweite, aber auch analog und digital. So liege die Stärke des aktuellen Werbefensterangebots im Cross-Selling – in Kombination mit anderen Produkten, wie dem Kuvert (mit einer Bruttoreichweite von 2,8 Millionen Lesern), einem Flugblatt (mit einer Reichweite von rund sechs Millionen Lesern) sowie der Onlinewerbung auf Aktionsfinder mit rund 280.000 Nutzern im Monat.

Gerne werde das neue DOOH-Angebot gemeinsam mit dem Kuvert gebucht, da hier „zwei potenzielle Touchpoints“ zur Verfügung stünden. Auch in Kombination mit dem Aktionsfinder sei dies für Kunden spannend, da dieser „gleichzeitig in zwei digitalen Welten werben“ könne, so der Marketingleiter der Post.

Erste Kampagnen umgesetzt

Für einige Kunden konnte das Unternehmen bereits erste DOOH-Projekte umsetzen, wie beispielsweise für ein Einrichtungshaus, für Händler aus dem E-Commerce-Bereich, Markensnack-Hersteller, private TV-Sender, aber auch für Kunden aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau.

Künftig soll die Rolle des DOOH-Netzwerks weiter in der Unternehmensstrategie verankert werden. Man arbeite gerade am Roll-out weiterer Standorte, wobei der Fokus aktuell auf dem Bundesland Wien liege. In einem zweiten Schritt möchte die Post auch Werbetreibende im urbanen Raum einzelner Bundesländer mit ihrem Werbefenster „unter Nutzung unserer eigenen Infrastruktur an Immobilien und Filialen“ versorgen, sagt Scheit. Die Post sei auf „Expansionskurs“ und das erklärte Ziel sei es, ein Netzwerk „im niedrigen zweistelligen Bereich“ aufzubauen.

Langfristig wolle man dann auch einen signifikanten Beitrag zu den 320 durch Werbung generierten Umsatz-Millionen leisten (Anm.: Wert für 2020). Um dieses Ziel zu erreichen, würde man allerdings „noch eine Zeit brauchen“, sagt Reinhard Scheitl.

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