Post verliert Quelle-Pakete
 

Post verliert Quelle-Pakete

Die Zustellung der Quelle-Kataloge und der Drucksorten sowie die Paket-Retoursendungen verbleiben aber weiterhin bei der Post.

Seit Juli 2007 ist die zum deutschen Versandhändler Otto gehörende Hermes Logistikgruppe in Österreich aktiv und macht der Österreichischen Post im Paketgeschäft Konkurrenz. Nicht verwunderlich war freilich, dass der Post schrittweise die Zustellung der Otto-Pakete abhanden gekommen ist. Gestern teilte die Post mit, dass das Versandhaus Quelle ab 2008 die Paketzustellung voranging über einen alternativen Anbieter zustellen lassen wird - eben der Hermes Logistikgruppe.

Die Zustellung aller Quelle-Kataloge und Drucksorten, die von der Post-Konzerntochter meiller direct hergestellt werden, sowie die Möglichkeit für Paket-Retoursendungen erledigt die Post allerdings auch weiterhin. Quelle bleibt also ein bedeutender Kunde des Unternehmens. Ab Januar 2008 bekommen Quelle-Kunden ihre Warenbestellung allerdings vom Hermes-Paketboten überreicht. Der Anbieter verfügt mittlerweile über 1200 Paket-Shops und beschäftigt 700 Zusteller.

Durch die Verringerung des Paketvolumens von Quelle Österreich um etwa sieben Millionen Pakete pro Jahr und den damit verbundenen Marktveränderungen rechnet der Post-Konzern mit einer operativen Ergebnisbeeinträchtigung von etwa 20 Millionen Euro. Diese Zahlen wies Wolfgang Binder, Vorstandsvorsitzender Quelle Österreich, umgehend zurück und bezifferte den Verlust mit höchstens 2,5 bis drei Millionen Euro.

Post-Generaldirektor Anton Wais kündigte an, dass man stärker auf den Trend des Marktes hin zu Spezialversendern reagieren und die eigene Logistik neu strukturieren werde. Wie diese Veränderungen aussehen werden, wird wohl auch Thema der Aufsichtsratssitzung sein, die am kommenden Montag, dem 12. November 2007, stattfindet.

(rs)

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