Post überrascht mit gutem Ergebnis
 

Post überrascht mit gutem Ergebnis

Österreichische Post AG erwartet 2007 trotz des Verlustes der beiden Versandhäuser Otto und Quelle einen EBIT-Anstieg von 25 bis 30 Prozent.

Die Österreichische Post AG zog am Dienstag, dem 13. November 2007, eine positive Bilanz über die erste drei Quartale des laufenden Geschsäftsjahres. Insbesondere durch Unternehmenszukäufe konnte das Unternehmen im Bereich Pakete und Logistik ein Umsatzwachstum von 225,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielen. Auch der Brief-Bereich wuchs - und zwar um 3,3 Prozent. Lediglich bei den Postämtern selbst musste man ein Umsatzminus von 2,5 Prozent hinnehmen. Insgesamt legte der Umsatz in den ersten drei Quartalen auf 1.667,3 Millionen Euro zu - ein Wachstum von immerhin 31,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung veranlasste das Management die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2007 zu erhöhen. Nun rechnet man mit einem EBIT-Wachstum von 25 bis 30 Prozent gegenüber dem Ergebnis des Vorjahres.

Auch zum Verlust der Zustellung von sieben Millionen Paketen jährlich durch die erst am vergangenen Montag bekannt gewordene Entscheidung von Quelle/Neckermann, die Pakete künftig von der Otto-Tochter Hermes Logistik zustellen zu lassen, nahm Post-General Dr. Anton Wais Stellung. Demnach hätte der Preis bei der Entscheidung keine Rolle gespielt: "Die wollten einen zweiten Anbieter am österreichischen Markt haben und nun bekommen sie ihn."

Der Kundenverlust macht auch ein neuerliches Sparpaket notwendig. Einige der 20 Paketzustell-Basen, möglicherweise auch eines der sieben Paketverteilzentren sollen geschlossen und einige der 2.000 im Paketbereich beschäftigten Mitarbeiter abgebaut werden. Bisher hat die Post im Gesamtkonzern, der derzeit 23.000 Menschen beschäftigt, einen Jobabbau von 400 Stellen in den nächsten drei Jahren angepeilt. Wais: „Diese Pläne müssen nun neu überarbeitet werden.“

(rs)

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