Positive Reaktion auf ARD-Vorschlag für "euro...
 

Positive Reaktion auf ARD-Vorschlag für "europäisches YouTube"

APA (Symbolbild/dpa)
Markus Breitenecker und Corinna Milborn "begrüßen ARD-Initiative von Ulrich Wilhelm sehr".
Markus Breitenecker und Corinna Milborn "begrüßen ARD-Initiative von Ulrich Wilhelm sehr".

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm, Speaker bei den Österreichischen Medientagen, spricht sich im Handelsblatt für eine europäische Plattform von Sendern, Verlagen und Institutionen als Gegengewicht zu den US-Größen aus. Positive Reaktion kommt aus Österreich etwa von Puls 4.

Der gebürtige Münchner Wilhelm möchte ein "europäisches YouTube" schaffen, das als Konkurrenz zu den dominierenden US-Plattformen fungiert, aber auf europäischen Idealen und Werten aufgebaut ist. Zudem kritisiert Wilhelm, dass die US-Giganten nach ihren eigenen Regeln spielen würden. Der Markt rufe nach einer Alternative, so der ARD-Chef gegenüber dem Handelsblatt.

Markus Breitenecker, CEO der ProSiebenSat.1 Puls 4 und Gründer von Puls 4, hatte bereits in seinem Buch "Change The Game" derlei Schritte gefordert. Zum aktuellen Plan Wilhelms sagt Breitenecker: "Ich begrüße es sehr, dass der ARD-Chef nun einen Vorstoß in diese Richtung macht, wir stehen für Kooperationen nicht nur bereit, sondern laden auch zu einer raschen Umsetzung ein." Zudem fordert Corinna Milborn, Infodirektorin Puls 4: "Es braucht europäische Plattformen, die europäische Grundwerte respektieren und schlagen dafür Kooperation statt Konkurrenz zwischen öffentlich-rechtlich und privat vor."

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm ist am 26. September bei den Österreichischen Medientagen zu Gast. Bei der "Elefantenrunde TV" diskutieren zum Thema "Disruption oder Destruktion" unter der Moderation von
Marlene Auer (Herausgeberin und Chefredakteurin Horizont) außerdem Thomas Bellut (ZDF), Markus Breitenecker (ProSiebenSat.1 Puls 4), Hans Demmel (VAUNET), Ladina Heimgartner (SRG SSR) und Alexander Wrabetz (ORF). Infos unter www.medientage.at

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