Positive Perspektiven für die Zeitungsverlage
 

Positive Perspektiven für die Zeitungsverlage

Die Prognos AG sieht die Talsohle im Anzeigengeschäft noch in diesem Jahr durchschritten.

Die krisengeschüttelte Zeitungsbranche hat wieder Grund zur Hoffnung: der lang ersehnte Aufschwung wird sich voraussichtlich 2003 einstellen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Themenreports "Print-Medien" 2002" des Baseler Strategieberatungsunternehmens Progonos AG, der die Entwicklung der Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die nächsten 5 Jahre aufzeigt. Demnach werde nach den starken Rückgängen der Umsätze in den vergangenen 20 Monaten (von 2000 auf 2001 um minus 14 Prozent) die Talsohle im Anzeigengeschäft noch in diesem Jahr durchschritten. Sofern der erwartete Wirtschaftsaufschwung tatsächlich Realität wird, werde der Werbemarkt bis zum Jahr 2005 den Umsatz des Jahres 2000 von rund 23 Milliarden Euro erreicht haben, bis 2006 werden Umsatzsteigerungen "von deutlich über drei Prozent" erwartet, so die Meinung der Experten. Bei der Internet-Werbung werden die Bäume jedoch in den nächsten Jahren noch nicht in den Himmel wachsen.

Größere Anstrengungen gilt es auch bei den Lesermärkten zu vollbringen. Prognos rechnet damit, dass die verkaufte Auflage der Tageszeitungen in Deutschland bis 2006 nochmals um eine Million auf 22 Millionen Exemplare zurückgehe. Die Gründe: Die Hauptgruppe der Neuabonnenten -die 20- bis 40-Jährigen- werde bis 2006 um über 10 Prozent schrumpfen. Zum anderen seien neue Konzepte gefragt, die den Interessen der jungen Leute und ihrer mobilen Lebensart entsprechen.

(dodo)

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