Positive Bilanz nach 3 Jahren
 

Positive Bilanz nach 3 Jahren

Vienna Film Commission blickt auf das letzte Jahr zurück.

Wien, Wien, nur du alleine - mag zwar auf die Drehansuchen in der österreichischen Bundeshauptstadt nicht ganz zutreffen, aber immerhin wurden im letzten Jahr 2011 exakt 336 Filmprojekte bei der Vienna Film Commission eingereicht. Hinzu kamen in diesem Zusammenhang 478 Empfehlungsschreiben, was einer Steigerung von 23 Prozent entspricht. Die Funktion als erste Anlaufstelle, oftmals Schlichtstelle, die auch einige Behördenwege für Filmschaffende durchaus verkürzen und erleichtern kann, hat positive Auswirkung auf das Image der VFC. 

Das verdeutlichen vor allem die in den vergangenen drei Jahren verwirklichten Groß-, populären, nationalen und internationalen Projekte.Der kanadische Filmregisseur David Cronenberg drehte zum Beispiel in Wien - sicherlich unter anderem aufgrund der Originalschauplätze in Wien - den Freud-Film "Eine dunkle Begierde". Aber auch der brasilianische Regisseur Fernando Meirelles entschied sich für die Schnitzler-Adaption "360" zum Teil in der Bundeshauptstadt. Ron Howard, bekannt für den Film "Da Vinci Code", wird noch heuer "Rush" in Wien abwickeln. 

Gesamt suchten 57 internationale Produktionen 2011 bei der VFC um Drehgenehmigungen an (im Vergleich 2010: 42). Die meisten Ansuchen aus dem Ausland kamen aus Deutschland (die, sicherlich aufgrund so einiger ORF-Kooperationen, rund die Hälfte ausmachen), gefolgt von England, Japan, Russland, Frankreich, Schweden, Slowakei, Belgien, den Niederlanden, Spanien und den USA. 

Nebst den genannten internationalen Filmarbeiten zeigt sich die VFC-Geschäftsführerin Marijana Stoisits über die Zusammenarbeiten für Sabine Hieblers "Anfang Achtzig", Gerhard Ertls "The Boundary Man", Antonin Svobodas "Kebab mit Alles", Wolfgang Murnbergers "Deine Schönheit ist nichts wert" und Hüseyin Tabaks, "Das Pferd auf dem Balkon" sowie "Der Racheengel" von Andreas Prochaska, "Meine Schwester" von Sascha Bigler, "Tatort", "Schnell ermittelt" und "SOKO Donau" erfreut. 

Die Antwort auf die Frage nach den gefragtesten Filmstandorten und -motiven der Bundeshauptstadt liefert Stoisits auch: Die Wiener Stadtgärten und Parkanlagen, gefolgt von den Spitälern, den Gemeindebauten, Märkten, Wiener Gewässern, Bädern, den Schulen, den Wiener Wäldern, Donauinsel und Donaukanal und der Wiener Kanalisation erfreuten die meisten Filmgemüter. Ein gutes Viertel der Wiener Dreharbeiten entfällt speziell auf die Wiener Innenstadt. Und auch die Bezirke Leopoldstadt, Landstraße, Ottakring, Neubau und Mariahilf rangieren in der Liste. 

Für die (internationale) Bewerbung Wiens als Standort drehte die Service- und Anlaufstelle zudem zwei Videos. Die Showreels zeigen eine Auswahl an Originalschauplätzen, Innen- sowie Außenmotiven. 

Mehr dazu im aktuellen Horizont 06
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