"Playboy" vor Verkauf?
 

"Playboy" vor Verkauf?

Der "Playboy"-Verlag ist unerwartet tief in die Verlustzone gerutscht und schließt einen Verkauf nicht mehr aus.

Das Unternehmen mit seinem gleichnamigen Männermagazin als Flaggschiff wies mit Mitte Februar einen Quartalsverlust von rund 145 Millionen Dollar aus. Das Anzeigen-Geschäft lief angesichts der Wirtschaftskrise überraschend schlecht. Zwar verzeichnete Playboy im heimischen TV-Segment und bei Video-on-Demand deutliche Zuwächse, im klassischen Magazin-Bereich brach der Umsatz aber um elf Prozent ein. "Playboy" sei nun offen für Diskussionen auch über einen Komplett-Verkauf des Konzerns, hieß es. Denkbar seien aber auch strategische Änderungen.

Der hohe Verlust wurde vor allem auf Restrukturierungs- und andere Einmalkosten von 157,2 Millionen Dollar zurückgeführt. Eine schwächere Nachfrage drückte indes auch den Umsatz überraschend stark um knapp 20 Prozent auf 69,8 Millionen Dollar.

Der geschäftsführende Playboy-Chef Jerome Kern sagte, angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds müssten die Sparmaßnahmen der vergangenen Monate verstärkt werden. Er sei aber zuversichtlich, dass Playboy nach dem Ende der Wirtschaftsflaute wieder Gewinne schreiben werde. Er hatte die Konzernspitze von Christie Hefner übernommen, die im Dezember zurücktrat. Allerdings sucht der Konzern nach einem neuen Chef, der das Unternehmen wieder dauerhaft führen soll.

Die Playboy-Aktie stieg am Mittwoch, den 18. Februar um 3,3 Prozent auf 1,55 Dollar. Vor Jahresfrist wurden die Papiere noch für rund neun Dollar gehandelt. 2008 hat der Konzern aber in jedem Quartal rote Zahlen geschrieben.







(Quelle: APA/Reuters)
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