„Pferdefleischfreies Bordell“ sorgt für Aufre...
 

„Pferdefleischfreies Bordell“ sorgt für Aufregung

Das Styria-Blatt „Szene Grazer“ entschuldigt sich für die Anzeige eines Bordells in der aktuellen Ausgabe

Der Skandal um das Pferdefleisch geht in die nächste, etwas andere Runde: Dem steirischen Gratismedium „Szene-Grazer“ drohen seitens des österreichischen Werberats Konsequenzen, nachdem das Blatt im Rahmen der „Story des Monats“ zu den verschiedenen Landesgesetzen, die in Österreich die Prostitution regeln, ein Inserat für ein Grazer Bordell geschaltet hatte. Prinzipiell sei dies nicht verboten, so Michael Straberger, Präsident des Werberats gegenüber dem Etat.at, doch sei die entsprechende Werbeeinschaltung im Styria-Blatt „ungustiös und völlig indiskutabel“.

Frauen, „garantiert pferdefleischfrei“

Beworben werden die „neuen Mädchen“ eines Grazer Bordells in ungewöhnlich freizügiger Weise, oben ohne. Dies widerspreche, so der Werberat der Tatsache, dass sich in Österreich „eigentlich ein Standard etabliert hat, wo sekundäre Geschlechtsmerkmale nicht zu sehen sind". Der eigentliche Aufreger liegt allerdings nicht nur in der Abbildung der Frauen, sondern im danebenstehenden Slogan „garantiert pferdefleischfrei“.

Geschäftsführer entschuldigt sich

„Es handelt sich dabei um einen vermeidbaren Fehler, einen Einzelfall, der sich nicht mehr wiederholen wird. Diesen Fehler bedauern wir und entschuldigen uns dafür. Die Konsequenz daraus ist, dass wir Workflows angepasst haben und in der Endkontrolle der Inserate ein 4-Augen Prinzip eingeführt haben“, bezieht Siegfried Wurzinger, Geschäftsführer der Wochenzeitung „Der Grazer“, der der „Szene Grazer“ zugehörig ist, gegenüber HORIZONT Stellung zu dem Aufreger.
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