Petition soll Fortbestand des Südwind-Magazin...
 

Petition soll Fortbestand des Südwind-Magazins gewähren

Südwind
Düstere Zeiten für ein Medium, das es seit 37 Jahren gibt.
Düstere Zeiten für ein Medium, das es seit 37 Jahren gibt.

Seit 37 Jahren erscheint das Südwind-Magazin, vor einer Woche wurde ein Stopp der Fördergelder bekanntgegeben – und nun formiert sich eine breite Front zur Rettung des auf NGO- und Entwicklunspolitik-Themen fokussierten Magazins.

„Viele Österreicherinnen und Österreicher haben deutlich gemacht, dass ihnen der Weiterbestand des Südwind-Magazins am Herzen liegt“, sagt Richard Solder, Chefredakteur des Südwind-Magazins: „Über 200 Menschen haben in den vergangenen Tagen ein Südwind-Abo bestellt. Über 4.500 haben die Petition an Außenminister Kurz unterschrieben“.

Die dem Außenministerium unterstellte Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ADA (Austrian Development Agency) hatte den Fördertsopp verhängt und diese Entscheidung mit dem EU-Beihilfenrecht begründet.

Prominente Unterstützung

Auch namhafte Prominente und Politiker setzen sich für den Fortbestand des Magazins ein: „In großer Besorgnis“ wandten sich Unterstützer in einem Brief an Außenminister Kurz, darunter Menschenrechtsexperte Manfred Nowak, der Präsident der Ärztekammer Wien, Thomas Szekeres, Schriftsteller Ilija Trojanow, Filmemacher Kurt Langbein, Gemeinwohl-Ökonom Christian Felber, die Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak und der Afrikawissenschaftler Walter Schicho.

„Außenminister Kurz hat sich bis dato bei uns noch nicht gemeldet“, sagt Solder. Sollte Kurz das Südwind-Magazin nicht retten, will das Redaktionsteam trotzdem weitermachen, betont er: „Mit der Unterstützung unserer Leser und Leserinnen kämpfen wir weiter“.
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