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Peter Dirnberger gewinnt das große Agenturcasting

Der Geschäftsführer von Dirnberger de Felice Grüber trat bei den Medientagen für die Kreativagenturen an und konnte sich mit seinem Vortrag gegen die Sparten PR, Media, Content, Event und Digital durchsetzen

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Im vergangenen Jahr duellierten sich bei den Österreichischen Medientagen die verschiedenen Mediengattungen. Heuer waren es die diversen Agentursparten – PR, Media, Kreation, Event, Content und Digital – die sich miteinander messen mussten und schlussendlich von den drei Juroren Michaela Arturo-Heumann (Kurier), Oliver Voigt (Mediengruppe Österreich) und Markus Deutsch (WKO) sowie dem Publikum bewertet wurden. Fünf Minuten Zeit hatte jeder Redner, um die Anwesenden zu überzeugen. Auf die Bühne geholt und anmoderiert wurden alle Teilnehmer von Oliver Böhm, CEO der ORF Enterprise und für einige der heimliche Star des großen Agenturcastings.

Luftballons und tote Mediaagenturen 

Saskia Wallner, Geschäftsführerin von Ketchum Publico, trat für die PR-Branche ein und verriet, dass ihre Großmutter immer skeptisch auf ihre Entscheidung reagiert hatte, als Juristin in die Kommunikationsbranche zu wechseln. Laut der Großmama sei die PR damit zu vergleichen, Luftballons anzumalen – und das, so demonstrierte Saskia Wallner, ist eigentlich gar kein so falscher Vergleich. Auf sie folgte Andreas Weiss, CEO der Dentsu Austria als Vertreter der Mediaagenturen. "Täglich prasseln 3.500 Botschaften auf uns ein, wir erinnern uns am Ende des Tages lediglich an drei bis vier." Mediaagenturen können dem Kunden sagen, wo man die Zielgruppe tatsächlich erreichen kann, solange man nicht zu jenen gehört, die "irgendwo Pakete buchen und verkaufen". Diese Art von Mediaagenturen sind aus seiner Sicht nämlich längst tot.

Keine One-Hit-Wonder 

Peter Dirnberger, Geschäftsführer von Dirnberger de Felice Grüber, trat an dritter Stelle in den Ring und überzeugte sowohl die Jury, als auch das Publikum mit Abstand. Er skizzierte anhand der Musikvideos von Chumbawamba, Aqua und Psy, dass Marken keine One-Hit-Wonder sein möchten. Den Juroren war das durch die Bank eine Bewertung von zehn Punkten wert und auch das Publikum belohnte den Vortrag von Dirnberger mit tosendem Applaus.

Magische Geschichten 

Martin Brezovich, Gründer und Eigentümer von Eventplan und Vorsitzender des EMBA, setzte sich im Anschluss für die Eventagenturen ein, und erklärte: "When people come together, magic happens". Jurorin Michaela Arturo-Heumann hätte sich von ihm und seiner Präsentation ein Stück mehr Magie gewünscht, am Schluss waren sich dennoch alle einig, dass Brezovich mit seinen Argumenten durchaus recht hatte. Für Content, eines der größten Buzzwords der Branche, stellte sich dann Werbeprofi Rudi Kobza auf die Bühne. "Jeder spricht davon und ich mache seit 30 Jahren nichts anderes", berichtete er und fügte hinzu, dass man vielmehr von Storys reden müsse, als von Content. Denn: Menschen lieben Geschichten – und so sei es auch eine große und ehrenwerte Aufgabe, für Marken als die möglichst besten Geschichtenerzähler einzutreten. Statt einander zu duellieren, müsse man allerdings miteinander tanzen – und das tat er dann auch, gemeinsam mit seinen Kollegen und seinem Sohn, maskiert auf der Bühne der Österreichischen Medientage. Mit diesem Auftritt schaffte es Kobza hinter Dirnberger dann auch auf den zweiten Stockerlplatz.

Werbung war noch nie so spannend

Last but not least: Michael Katzlberger, Geschäftsführer von Tunnel23, der seinen Pitch mit einem charmanten: "Ich bin ein bisschen nervös, denn sonst sitze ich den ganzen Tag nur vor dem Computer" eröffnete und dennoch den dritten Platz erreichen konnte. Content Marketing, Programmatic Buying – "alles wird komplexer, auch für uns, obwohl wir uns den ganzen Tag damit beschäftigen", gab er zu. Aus seiner Sicht war Werbung noch nie so spannend und fantastisch messbar, wie heutzutage und die spannendste von allen Sparten, das sei der digitale Bereich.
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