Personalie: Neue Chefetage bei Warner Bros Di...
 
Personalie

Neue Chefetage bei Warner Bros Discovery, aber Zeiler bleibt

Johannes Brunnbauer
Gerhard Zeiler hält sich an der Spitze.
Gerhard Zeiler hält sich an der Spitze.

Der Wiener Medienmanager behält seinen Führungsposten im neu geschaffenen Streaming-Konzern.

Umbau beim neuen geplanten Streaming Konzern Warner Bros. Discovery. Der Großteil des bisherigen Führungsteams von WarnerMedia verlässt das neue Unternehmen, das aus der Verschmelzung von WarnerMedia (HBO, CNN) und Discovery (Disovery-Channel, Eurosport) entstehen soll. Am Dienstag hat der bisherige WarnerMedia-CEO Jason Kilar seinen Rückzug bekannt gegeben. Am Mittwoch folgte ein Gutteil seiner Führungsriege, wie mehrere US-Medien berichten: Ann Sarnoff, Chefin der WarnerMedia Studios and Networks Group verlässt das Unternehmen ebenso wie HBO Max General Manager Andy Forssell. Darüberhinaus verlassen die Finanzchefin , die Kommunikationsdirektorin, der Chief Revenue Officer, der Human Resources Chef und der Chief Technology Officer das Unternehmen.


Kilar soll das Unternehmen bereits Freitag verlassen, die anderen Führungskräfte sollen für eine Übergangsperiode bleiben. In den kommenden Tagen könnte auch der Zusammenschluss der beiden Unternehmen formell abgeschlossen werden. Der neue Konzern enstand, nachdem sich der Telekom AT&T entschlossen hat, seine erst 2016 gekaufte Mediensparte abzuspalten und mit Discovery zu verschmelzen (HORIZONT berichtete) Geleitet wird der neue Streaming-Konzern vom bisherigen Discovery-CEO David Zaslav. Erwartet wird, dass er auch einen Teil seines Führungsteam in das neue Unternehmen mitbringt.

Zeiler bleibt an Bord

Weiter an Bord bleiben dürfte Gerhard Zeiler. Der österreichische Medienmanager ist Präsident von Warner Media International.

Seine ersten Schritte im Medienbusiness machte Zeiler in den 70er-Jahren als Redakteur bei der Sozialistischen Korrespondenz. 1979 wurde er dann Pressesprecher des damaligen Unterrichtsministers Fred Sinowatz. Er blieb sein Sprecher, als Sinowatz 1983 Bundeskanzler wurde und zunächst auch, als dieser drei Jahre später wieder zurücktrat und Franz Vranitzky übernahm. Im selben Jahr wechselte er jedoch als Generalsekretär zum ORF. 1991 folgte der Sprung ins Ausland: zunächst ein kurzes Gastspiel bei Tele 5, dann als Geschäftsführer von RTL II. 1994 folgte er dem Ruf aus Wien und wurde ORF-Generalintendant und baute in dieser Rolle die Sender- und Programmstruktur grundlegend um. Ab dann ging es nur mehr bergauf: Ab 1998 leitete er zunächst RTL Deutschland, wenige Jahre später die gesamte RTL-Gruppe, bis ihn schließlich 2012 Turner Broadcasting abwarb, aus dem schließlich Warner Media wurde.

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