PC-Markt: Talsohle ist erreicht
 

PC-Markt: Talsohle ist erreicht

Intel-Chef Craig Barrett sieht optimistisch in die Zukunft. Speicher- und Kommunikations-Chips für das Festnetz sind aber nach wie vor schwierig zu verkaufen.

"Wir glauben, dass wir auf dem PC-Markt den Boden erreicht haben. Daraus können Sie ableiten, dass wir jetzt gucken, wann es wieder aufwärts geht", so der Chef des größten Computerchip-Herstellers Intel, Craig Barrett. Nach den Zahlen des Branchenverbandes Semicounductor Industriy Association (SIA) sind die Chip-Verkäufe im Juni 2001 gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr um 33 Prozent zurückgegangen. "Wir haben aber mit einer Verstärkung des Abschwungs gerechnet", gibt sich Merril Lynch-Analyst Joe Osha leicht optimistisch.


Gerade die Hersteller von Halbleitern sind starken Zyklen unterworfen. Es dauert mindestens ein bis zwei Jahre, bis Produktionskapazitäten aufgebaut werden können. Werden Chips knapp, investieren auch die Hersteller in neue Werke. Überkapazitäten sind die Folge und der Preis sinkt wieder.


Für Kommunikationschips für das Festnetz und Speicherchips sieht Osha jedoch weiterhin scharz: "Da kommt das schlimmste Quartal erst noch", so der Merril Lynch-Analyst. Auch der größte Hersteller von Speicherchips, die Siemens-Tochter Infineon, beurteilt den Markt weiter als schwierig.

stats