Paybox bekommt Konkurrenz
 

Paybox bekommt Konkurrenz

In Spanien ist gerade ein neues Handy-Bezahlsystem in die Testphase gegangen: Mobipay. Möglichst rasche internationale Expansion zählt zur Standardisierungsstrategie.

Der europäische Anbieter von Mobilen Bezahlsystemen via Handy, die Paybox.net AG, bekommt Konkurrenz. Das spanische Unternehmen Mobipay España S.A. ist gerade mit einem ähnlichen System in die Testphase gegangen, auf das sich auch ehemalige Mitbewerber als Standard geeinigt haben. 1.600 Unternehmen machen derzeit mit, der Service soll noch in diesem Jahr landesweit eingeführt werden. Laut Analysten werden dem Dienst gute Chancen auf Massennutzung eingeräumt, denn Mobipay hat mit Telefónica Móviles, Vodafone und Amena als Aktionären alle Mobilfunkbetreiber des Landes hinter sich sowie 80 Prozent der spanischen Banken und Sparkassen.



Die Funktionsweise: Der Käufer teilt dem Zahlungsempfänger entweder seine Handynummer mit oder einen separaten Mobipay-Code. Sekunden später übermittelt Mobipay Angaben über den Zahlungsempfänger und der Betrag erscheint auf dem Display des Handys. Per Geheimnummer wird die Zahlung dann bestätigt und vom Girokonto eingezogen. Das Ganze soll beim Einkauf über das Internet genauso funktionieren wie beim Bezahlen der bestellten Pizza an der Haustür.



Nach Einschätzung des Unternehmens soll Mobipay bis 2004 in Spanien von vier Millionen Kunden genutzt werden. Um sich aber als erfolgreicher Bezahlstandard durchzusetzen, muss sich Mobipay in möglichst vielen Ländern etablieren. Deshalb haben die Spanier neben Lateinamerika auch Deutschland im Visier. Ob sich Unternehmen im deutschsprachigen Raum allerdings auf ein ausländisches System als Standard einigen werden, dürfte fraglich sein.


Paybox ist bereits seit 2000 in Deutschland und Österreich im Einsatz.

(dodo)

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