Pay-TV-Senderkette Sky geht an US-Kabelriesen...
 

Pay-TV-Senderkette Sky geht an US-Kabelriesen Comcast

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Der US-amerikanische Kabelnetzbetreiber Comcast hat sich im Bieterwettbewerb gegen die 21st Century Fox von Medienmogul Rupert Murdoch durchgesetzt. Comcast bot rund 33 Milliarden Euro.

Nach fast zweijährigem Tauziehen fand die Übernahmeschlacht um die britische Bezahlsenderkette Sky nun ein Ende. Der Bieterstreit wurde Freitag Abend in einer Auktion entschieden. Durchgesetzt hat sich der US-Kabelriese Comcast, der 29,6 Milliarden Pfund (rund 33 Milliarden Euro) bot. Comcast bot damit 17,28 Pfund (19,26 Euro) je Sky Aktie, während  Murdochs‘ 21st Century Fox mit lediglich 15,67 Pfund (17,47 Euro) ins Rennen ging.

Angeordnet hatte die Britische Regulierungsbehörde die Auktion, um die fast zwei Jahre andauernde Bieterschlacht und damit einhergehende Unsicherheit für Sky zu beenden. Die 21st Century Fox, die bereits 39 Prozent an Sky besitzt und das Unternehmen eigentlich komplett übernehmen wollte, hatte bereits Ende 2016 das erste Angebot für Sky abgegeben. Der Übernahmeplan des US-amerikanischen Konzerns stieß allerdings auf Widerstand bei den britischen Aufsichtsbehörden. Sie fürchteten eine zu große Einflussnahme auf die britische Medienlandschaft.

Laut DPA machte Sky im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 13,6 Milliarden Pfund (15,2 Milliarden Euro) - ein Plus von fünf Prozent. Der Nettogewinn stieg um 18 Prozent auf 815 Millionen Pfund (909 Millionen Euro). Die Zahl der zahlenden Kunden stieg um mehr als eine halbe Million auf gut 23 Millionen. Sky macht den Löwenanteil seines Geschäfts in Großbritannien und Irland. Die deutsche Sky-Tochter, das viele Bundesligaspiele zeigt, hat inzwischen 5,2 Millionen Kunden.

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