Pay-TV muss nicht scheitern
 

Pay-TV muss nicht scheitern

Trotz der Teilinsolvenz der Kirch-Gruppe räumt die Prognos AG dem Digitalen Fernsehen Zukunftschancen ein - wenn auch nicht so euphorisch, wie einst der Konzern.

Mit der Teilinsolvenz der Kirch-Gruppe ist nicht grunsätzlich das Konzept des Digitalen Fernsehens gescheitert. Der Grund für das Debakel lag vielmehr in der Produkt- und Marketingstrategie des Fernsehakteurs. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Prognos Mediareport. Demnach liege die Hauptursache für das Scheitern in der unternehmerischen Fehleinschätzung des Publikumsmarktes in Deutschland - die Bereitschaft der potentiellen Zuschauer zur Investition in Pay-TV blieb weit hinter den hausinternen Erwartungen. Innerhalb des Konzerns ließ man sich offenbar von dem raschen Waschstum des digitalen Pay-TV in Frankreich und im angelsächsischen Raum blenden, so das Baseler Institut. In Deutschland erwies sich die Vielzahl an Fernsehprogrammen als Hinderungsgrund für die Verbreitung. Fazit: Die Entwicklung des Digitalen Fernsehens bleibe bis auf weiteres "äußerst konfliktträchtig und wirtschaftlich risikoreich", weil weder die privaten Haushalte, noch die Programmveranstalter, noch die Netzbetreiber die erforderlichen Investitionen für den "digitalen switch over" aufbringen werden können, so Prognos.

(dodo)

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