Partner fehlt: Corona-Impflotterie dürfte vor...
 
Partner fehlt

Corona-Impflotterie dürfte vor dem Aus stehen

APA/dpa
Impflotterie vor dem Aus
Impflotterie vor dem Aus

Die von der türkis-grünen Regierungsspitze gemeinsam mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner angekündigte Impflotterie dürfte vor dem Aus stehen.

Wie die Tageszeitung Heute am Freitag berichtet, findet sich kein Partner für die Durchführung. Der ORF soll dem Vernehmen nach der Regierung eine Absage erteilt haben. Die SPÖ drängt auf die Umsetzung und fordert Alternativen. Im Hintergrund laufen Gespräche dazu. Laut dem Heute-Bericht wehrt sich der ORF. Die Durchführung mit einer Privatfirma wäre zwar möglich, bräuchte aber eine europaweite Ausschreibung, was die ganze Sache erheblich verzögern würde.


Wie die Kleine Zeitung am Freitag online berichte, soll es jedoch nicht daran scheitern. Etwa bestünde auch die Möglichkeit, eine solche Lotterie mit der Bundesbeschaffungsagentur in Form eines Rahmenvertrags abzuwickeln. Offizielle Absage aus dem Kanzleramt gab es bis dato keine. SPÖ-Vizeklubchef Jörg Leichtfried verlangte am Freitag eine "sofortige Klarstellung" von der Regierung, wie es um das Projekt steht. Falls Türkis-Grün an der Umsetzung scheitern sollte, müsse sofort eine Alternative her.

Die SPÖ verlange seit Monaten positive Anreize für eine höhere Durchimpfung und habe zunächst eine Impfprämie für alle Immunisierten vorgeschlagen - "dies wäre niederschwellig, transparent, technisch leicht umsetzbar und hätte auch positive Impulse auf die heimische Wirtschaft", so Leichtfried. Die Regierung habe aber diese Impflotterie mit ORF-Beteiligung vorgezogen, an der sie jetzt zu scheitern drohe.

Geplant war, dass jeder zehnte Geimpfte eine Chance habe, Gutscheine im Wert von 500 Euro zu gewinnen, die bei österreichischen Betrieben einzulösen sind, etwa im Handel, der Gastronomie, in Hotels, Kultur- und Sporteinrichtungen. Als Kosten wurden bis zu eine Milliarde Euro avisiert. Abgewickelt hätte die Lotterie vom ORF werden sollen. Dort gibt es aber Bedenken. Zuletzt hatte sich der Redakteursrat kritisch zu dem Vorhaben geäußert.

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