Paradiesisches Zeitalter
 

Paradiesisches Zeitalter

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Werbeplanung.at Summit 2013: Inhalte der Key Note von Rainer Esser

„Das digitale Zeitalter ist das Paradies“, findet Rainer Esser, Key Note Speaker und Geschäftsführer des Zeitverlag Gerd Bucerius, denn er ist jedenfalls der Meinung, es braucht positive Meldungen zur Printbranche: „mehr Liebeserklärungen und Leidenschaft für das Kernprodukt an sich, wie sie Armin Wolf in seinem Buch zum Journalismus abgibt“. So startet Esser in den ersten von zwei Tagen des werbeplanung.at Summit 2013.

Esser wünscht sich den Enthusiasmus und den Stolz, den Autobauer und Uhrenmacher bei ihren Messeauftritten zur Schau tragen, anstelle von Aussagen wie „es wird schon nicht so schlimm für Print“, wie sie auf Medientagen in Deutschland und Österreich getroffen werden.

Und er, der mit seinem Verlag aus dem Printgeschäft kommt, macht Stimmung für die Relevanz von Innovation: „Viele Marken von Apple bis zur österreichischen Firma Palfinger sind an den Rand ihrer Existenz abgedriftet, bevor sie sich wieder nach der Krise neu erfunden haben“.

Die Zeitung sei die letzte Institution, die dem Anspruch genüge tun kann, die Welt in ihrer Vielfalt annähernd widerzuspiegeln, als „brauchbare Klammer der Gesellschaft“. Mut zur Innovation trommelt Esser wiederholt und präsentiert dies anhand des eigenen Unternehmens, das die Verbindung von Online und Print täglich neu definiert. Die Aufgaben beider Medien dekliniert auch Esser herunter in gewohnter Form: Online blitzschnell, Print in der Tiefe, Print sanft belehrend, Online auf Augenhöhe, allein wegen der vielen Wissenden von Blogger bis Forengründern. Im Netz wird gesucht, die Zeitung führt ...

Schließlich stellt er fest: „Die Suche nach dem bestmöglichen Personal ist die Königsdisziplin und Chefsache. Und es braucht 50 Prozent Frauen und 20 Prozent  Migranten – denn das spiegelt die Bevölkerung wie auch die Leserschaft wider.“

Alles in allem gelte es „Innovationen auf den Weg zu bringen, Möglichkeiten gäbe es in der neuen Welt genug, es geht um Priorisierung und vor allem die schnelle Umsetzung, die nicht immer perfekt sein muss. Der herrschende Pessimismus ist Ausdruck mangelnder Innovation“, so Esser.

In der kommenden HORIZONT-Ausgabe (ET: 19. Juli) können Sie nachlesen, was sonst noch am Werbeplanung.at Summit 2013 los war.
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