Paid-Content auch bei Londoner "Times"
 

Paid-Content auch bei Londoner "Times"

Nach US-Medien beschließen auch britische Verlage für ihre Online-Inhalte auf Bezahlmodelle zu setzen.

Der Trend zu bezahlten Inhalten im Web nimmt weiter zu. Jetzt hat auch die Londoner "Times" zusammen mit der "Sunday Times" beschlossen, ihre Zeitungsseiten im Internet kostenpflichtig zu machen. Dazu gibt es ab Juni zwei Abo-Modelle für ein Pfund (1,11 Euro) am Tag oder zwei Pfund in der Woche. Nur Abonnenten der gedruckten Ausgabe haben weiter kostenlosen Zugang zum Online-Angebot.

Bisher haben Tageszeitungen ganz unterschiedliche Erfahrungen mit bezahlten Inhalten im Web gemacht. Hauptnachteil ist der Rückgang der Besucherzahlen, womit die Website weniger attraktiv für Online-Werbung wird. Bei den Visits war die "Times" aber mit 1,22 Millionen Besuchern am Tag auch bisher schon hinter der Konkurrenz.

Das Audit Bureau of Circulations Electronic registrierte 2,27 Millionen Besucher für die "Daily Mail", 1,87 Millionen für den "Guardian" und 1,55 Millionen für den "Daily Telegraph". In den USA hat im vergangenen Jahr das "Wall Street Journal" ein Abo-Modell eingeführt und zuletzt 407.000 zahlende Abonnenten für die Online-Ausgabe. Mit seiner Business-Zielgruppe gilt diese Zeitung aber nicht als Maßstab für andere.

Die "New York Times" will nach zwei abgebrochenen Versuchen 2011 einen neuen Anlauf mit dem Paid Content starten. Dabei sollen einige Beiträge weiter frei zugänglich bleiben, andere werden kostenpflichtig. Ein ähnliches Modell hat auch die Londoner "Financial Times", die im vergangenen Jahr 126.000 Online-Abonnenten zählte (plus 15 Prozent).

(Quelle: APA/apn)
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