"Osteuropäische Märkte sind gewaltige Baustel...
 

"Osteuropäische Märkte sind gewaltige Baustellen"

Dr. Monika Lindner, seit Ende Mai Geschäftsführerin des Außenwerbeunternehmens Epamedia, im HORIZONT-Interview.

Horizont: Sie waren seit 2007 Konsulentin für Medienfragen bei Raiffeisen/Medicur - die Job Description?

Monika Lindner: Die Job Description eines Konsulenten ist die, dass er dort, wo er gefragt wird, Antwort gibt. Das habe ich getan. Oder dass man Dinge, die einem auffallen oder von denen man glaubt, dass sie wichtig sind, weitergibt.

Horizont: Und die Verbindung zur Epamedia?

Lindner: Ich hatte mit der Epamedia insofern zu tun, als ich im Aufsichtsrat Wolfgang Slupetzky, der im September 2007 verstorben ist, 2008 nachgefolgt bin. Als Raiffeisen- respektive Medicur-Vertreterin. Dadurch ist eine gewisse Nähe entstanden. Aber die Frage, ob ich gemeinsam mit dem Finanzvorstand Wolfgang Wagner die Geschäftsführung übernehmen will, kam für mich doch überraschend. Für andere wieder offenbar naheliegend - jeder andere, den Sie abengagieren am Markt, hat Fristen oder Konkurrenzklauseln zu beachten. Ich hatte für die neuen Eigentümer der Epamedia den großen Vorteil, dass ich zur Verfügung gestanden bin und ohnehin eine vertragliche Bindung gehabt habe. So war das sicher eine Entscheidung, die aus mehreren Kriterien bestanden hat, aber eines davon war sicher das. Ich komme ja aus dem Mediengeschäft, kenne die meisten Beteiligten und Mitspieler, bin nicht gebunden und war auch dem Konzern über die Jahre durchaus freundschaftlich verbunden - man weiß also, mit wem man es zu tun hat. Es war ja auch in diesem Fall so, dass es einige interessante Angebote gegeben hat, aber es halt keines gepasst - sei es aus terminlichen Gründen oder anderen. Daher ist dann die Frage aus heiterem Himmel an mich gerichtet worden und ich gebe zu, als sie mich gefragt haben, habe ich kurz gelacht. Und habe dann gesagt: Ja, ich bin ein Schlachtross, wenn die Hörner erschallen, setze ich mich in Bewegung. Und so ist es dann auch passiert.

Horizont: Wie ist Ihr Verhältnis zur Außenwerbewirtschaft?

Lindner: Mit der Außenwerbung hatte ich bisher nur als Kunde und Konsument zu tun. Wobei es in Österreich wohl kaum jemanden gibt, der nicht etwas mit der Außenwerbung zu tun hat, weil er ja jeden Tag buchstäblich drüber fällt. Ich halte das Plakat für eines der wichtigsten Werbemittel. Es ist sicher das Günstigste, wenn man die Wirkung in Relation setzt. Sie können dem Fernsehen entgehen, indem Sie den Raum verlassen. Sie können sich der Radiowerbung genauso entziehen, sie können Werbung in der Zeitung überblättern, sie können ein Flugblatt verweigern. Mit dem Plakat geht das nicht. Das Plakat ist zumindest in Österreich und in den plakatstarken Ländern allgegenwärtig. Im Vergleich zu dieser Leistung ist es auch kein teures Medium. Daher habe ich auch als Kunde auf das Medium Plakat gesetzt. Der ORF hat ja auch ab und zu Eigenkampagnen gemacht. Oder wenn der ORF öffentliche Anliegen initiiert hat oder sich an solchen Kampagnen beteiligt hat war für mich immer das Plakat eine conditio sine qua non. Das Plakat gehört einfach dazu. Es kann jemand keinen Fernseher haben, kein Radio hören und auch nicht Zeitung lesen - aber das Plakat wird er immer sehen, sobald er sich in den öffentlichen Raum begibt, Das ist unausweichlich.

Horizont: Wie war Ihr Kenntnisstand als Mitglied des Aufsichtsrats über die Entwicklung der Epamedia?

Lindner: Der Kenntnisstand war schon den Berichten entsprechend. Die Geschäftsführung legt ihre Berichte, wir schauen uns das an, prüfen. Es war nicht so, dass ich keine Ahnung von der Firma gehabt habe.

Horizont: Wann haben Sie dem Angebot Zugesagt?

Lindner: Die Entscheidung ist Mitte Mai gefallen und am 26. Mai bei einer
Aufsichtsratssitzung offiziell bestätig worden.

Horizont: Was war an diesem Tag los? Schuster sen. und Schuster jun. wurden am selben Tag aus dem Unternehmen entfernt...

Lindner: Das war an und für sich eine normale Aufsichtsratssitzung. Die Entscheidung betreffend die Geschäftsführung traf der 100-Prozent-Eigentümer. Und diesem steht es zu, eine Zäsur zu setzen und eine neue Geschäftsführung zu bestellen. Es gab ja schon einige Monate vorher einen Geschäftsführerwechsel. Ferdinand Maier, der vorher zweiter Geschäftsfrüher war, hatte diese Funktion niedergelegt und Wolfgang Wagner ist ihm als Finanzvorstand nachgefolgt. Wagner hat sozusagen drei Monate Vorsprung. Ich denke auch, dass es vernünftig ist, hier einen Schnitt zu machen. Weil man die Situation auch von der emotionalen und menschlichen Seite aus betrachten muss. Von beiden Seiten. Es ist einfach schwierig für jemanden, der über Jahrzehnte ein Unternehmen aufgebaut hat und durchaus erfolgreich war, ein Pionier war in vielen Dingen, besonders was die Osterweiterung anlangt, dann vom Eigentümer zum Angestellten umzusteigen. Das ist schwierig. Ich glaube es war schon eine gewisse Vorausschau des Eigentümers zu sagen „Machen wir einen Schnitt" und so ist dann auch am 26. Mai diese Entscheidung gefallen und die neue Geschäftsführung bestellt worden.

Horizont: Im Rahmen des Eigentümer- und Geschäftsführerwechsel wurden kolportierte 50 Millionen Euro nachgeschossen. Es soll Schwierigkeiten gegeben haben, eine Bilanz für 2008 zu erstellen. Was können Sie zur ökonomischen Sicht der Epamedia sagen?

Lindner: Dass die Situation nicht einfach war und dass die Firma Nachschüsse gebraucht hat, ist in erster Linie nicht darauf zurückzuführen, dass schlecht gewirtschaftet wurde oder der Aufsichtsrat nicht aufgepasst hat, sondern dass Zukäufe getätigt wurden. Das war ja auch die Grundlage dieser Firma. Erst hier in Österreich, dann in Osteuropa. Dort hat man versucht sich der Marktführerschaft in den einzelnen Ländern zu nähern. Das Geschäft ist nicht so einfach. In Ungarn hat Dr. Schuster Pionierarbeit geleistet, das ist anfangs gut gegangen. Allerdings ist das Geschäft in letzter Zeit immer schwieriger geworden, viel dramatischer als bei uns in Österreich.

Horizont: Sehen sie sich als Sanierungsmanagerin?

Lindner: Den Begriff Sanierung will ich nicht gebrauchen. Es geht um Fortentwicklung und Stabilisierung des Unternehmens. Sanierer haben ja nicht den besten Ruf. Da denkt man immer an ein Auseinanderbrechen und die besten Trümmer zu verkaufen.
Die elf Länder im Osten stehen sehr unterschiedlich da - rein wirtschaftlich als Land sind beispielsweise Rumänien und Ungarn die größten Problemfälle.

Horizont: In welcher Situation ist die Epamedia - im November 2008 gab das damalige Geschäftsführer-Duo Heinrich Schuster und Ferdinand Maier einen Forecast auf das Jahr 2008 für die 12 Länder, in denen die Epamedia tätig ist, mit 162,9 Millionen Euro an, davon 59,1 Millionen Euro in Österreich.

Lindner: Das war ein Forecast. Die Bilanz 2008 gibt es noch nicht, sie wird demnächst vorgelegt.

Horizont: Aber die Zahlen stimmen?

Lindner: Diese Zahlen werden wir nicht erreichen.

Horizont: Ist es richtig, dass Raiffeisen(Medicur im Zuge der Übernahme der Schuster-Anteile auch einen Kapitalerhöhung von 50 Millionen Euro durchgeführt hat?

Lindner: Das ist richtig, die Zahl stimmt.

Horizont: Das ist sehr viel Geld selbst in Anbetracht des Gesamtumsatzes.

Lindner: Dazu wird bei Vorliegen der Bilanz allfällig etwas zu sagen sein.

Horizont: Bleibt die Epamedia in dieser Form (Österreich und elf weitere Märkte) bestehen oder plant man hier vereinzelt Rückzüge beziehungsweise Kooperationen mit etwaigen Partnern?

Lindner: Dass man sich von etwas trennt ist durchaus möglich, vorausgesetzt wir machen keine Verluste. Wenn uns ein Mitbewerber in den kleineren Märkten übernehmen will, werden wir mit den Eigentümern sprechen und überlegen ob solch ein Schritt Sinn macht. Wir gehen aber nicht aktiv auf die Mitbewerber zu. Wir sehen uns die Märkte derzeit genau an. In Ungarn, Rumänien und Bulgarien läuft das Geschäft nicht zufrieden stellend. Aber die Mitbewerber sind an derartigen Schritten nicht interessiert, weil sie ihre eigenen Probleme haben. Viele dieser Märkte und auch Österreich müssen bereinigt werden.

Horizont: Zuletzt wurde immer wieder über einen Silberstreif am Horizont berichtet, im Null-Komma-Bereich. Wie schätzen sie die derzeitige wirtschaftliche Lage ein?

Lindner: Das hängt für uns von Werbebudgets ab und Werbung ist erfahrungsgemäß immer das Erste wo eingespart wird. Diesbezüglich schaut es bei uns nicht so schlecht aus. Es bewegt sich was, zumindest in Österreich. Das ist für mich überraschend und beruhigend. Die osteuropäischen Märkte sind schon gewaltige Baustellen.

Horizont: Wie reagierte der Markt, die Kunden und Mitarbeiter auf Ihre Bestellung - Sie sind ja in grundsätzlich anderer Funktion und Position bekannt?

Lindner: Ich komme aus dem Journalismus und dann nach Jahren der freien Mitarbeit seit 1974 in unterschiedlichsten Funktionen und Positionen im ORF, zuletzt eben als Generaldirektorin. Was ich nie angestrebt habe. Ich habe mein Handwerk bei Größen wie Helmut Andics gelernt und sehr viel in den siebziger Jahren, als Assistenz in der damaligen Generalintendanz: Das man dienen können muss, dass man arbeiten können muss - und dass man sich nicht fürchten darf. Die Entwicklung der dann fast zwei Jahrzehnte laufenden Sendung „Wir" für den Vorabend steht auch für ein Stück meines Selbstverständnisses als Managerin: So wie der ORF am Beispiel „Wir" für die Zuseher ist die Epamedia für die Werbeweitschaft ein Serviceunternehmen. Wenn man nicht dienen will und sich nicht in den Dienst - früher des Kunden - heute der Auftraggeber stellen will, sollte man es lieber bleiben lassen.

Horizont: Wie schätzen sie das Klima hier derzeit ein? Ihnen gegenüber?

Lindner: Da tut man sich selber immer sehr schwer. Ich würde sagen das Klima das mir entgegen gebracht wird ist freundlich, wohlwollend und abwartend. Aber eines ist klar: Unter dem Strich steht der Preis, letztlich geht es um das Geld. Denn so groß ist die Veränderung nun wieder auch nicht: Die Voraussetzungen und Konditionen bleiben letztlich so wie sie waren. Flexibel nach allen Seiten hin. Es hat sich durch meinen Eintritt als Geschäftsführerin in die Epamedia nicht so enorm viel verändert. Da ist wahrscheinlich ein Wechsel im mittleren Management oft wesentlich folgenschwerer als an der Spitze.

Horizont: Apropos Management - Stichwort Markus Rotter - als Nachfolger des Head von Client Service Martin Trzebin, er soll ja den Raiffeisen-Etat für Ogilvy maßgeblich verteidigt haben...

Lindner: Markus Rotter ist sehr gut vernetzt und kennt in der Werbewirtschaft aber auch im Umfeld der Epamedia alle Beteiligten gut und lange. Daher ergänzen wir uns wunderbar. Wenn man dazu seinen Lebenslauf anschaut, so könnte man sagen, dass er einen lebenslangen Flirt mit Raiffeisen gehabt hat. Ich bin über diese Entscheidung sehr froh, denn ich habe mir schon Sorgen gemacht. Das kann ich nicht verhehlen, ein bisschen viel auf einmal. Es ist doch auch für die Kunden eine Umstellung, es waren viele Fragen offen bis hin zum möglichen Eindruck, dass ein Mitarbeiter nach dem anderen davonrennt. Das war mir in dem Moment klar, als ich erfahren habe, dass der Verkaufsleiter geht.

Horizont: Für uns hat ausgesehen, als ob fast jeder aus der Schuster-Gruppe gehen muss...

Lindner: Wobei man dazu sagen muss, dass Martin Trzebin ja nicht zu der Schuster-Gruppe gehört hat, er ist ja selbst erst im Jänner 2009 ins Unternehmen eingetreten. Aber dass in diesem ersten Halbjahr durch verschiedene Personalia auch der Eindruck des sinkenden Schiffes entstehen konnte, hat mir schon große Sorge bereitet. Deshalb bin ich über die Personalie Markus Rotter sehr froh.

Horizont: Im Portfolio der Epamedia gibt es eine Reihe neuer oder erst zuletzt lancierte Angebote, die man auch als Luxusprodukte bezeichnen könnte - Mall Signage und Vita-TV zum Beispiel. Werden sie sich davon trennen?

Lindner: Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich bei diesen Produkten - und ich meine in erster Linie Vita-TV - nicht unbedingt der Meinung bin, dass das nicht funktioniert. Ich kann nur sagen: Bei uns funktioniert es nicht. Ich bin schon als Aufsichtsrat diesem Angebot etwas näher getreten und habe meine Meinung geäußert, was man tun sollte und müsste, um Vita-TV, aber auch Mall-Signage, zum Leben zu bringen. Vor allem inhaltlich. Oder anders gesagt: Da kann man keine konventionellen Programme abspielen. So wird das nicht funktionieren. Diese Medienprodukte können funktionieren. Es braucht eine Mindestfrequenz, es kann nicht gratis sein und sie müssen sich inhaltlich etwas überlegen, mit Fachleuten, wohlgemerkt. Aber, man muss zugeben: Das ist nicht unser Kerngeschäft. Mall Signage ist wieder eine andere Baustelle, zu der ich mich nicht äußern will. Wir konzentrieren uns auf das Kerngeschäft.

Horizont: Was halten sie vom Marktforschunsprojekt R&C  mit der Gewista/Decaux?

Lindner: Ich erachte dieses Projekt als sehr sinnvoll. Es ist auch sinnvoll, das mit der Gewista gemeinsam zu machen. Es ist unser beider Interesse, das Plakat zu zum einen zu fördern und zum anderen attraktiver zu machen. Denn natürlich will jeder Kunden wissen, was es ihm bringt, wenn er am Plakat wirbt. Das ist ein längerer Prozess und es wird sicherlich ein gutes Jahr dauern, bis es etwas zu berichten geben wird. Es ist ein wirklich komplizierter Prozess und es kostet Geld. Aber ich stehe voll dahinter.

Horizont: Die Epamedia ist in eigener Sache sehr aktiv - Impactissimo, aber zuletzt auch beispielsweise im Bereich Urban Design und Designwettbewerbe...?

Lindner: Den Impactissimo werden wir sicher weiterführen. So wie die Golfturniere, die von Dr. Schuster begründet wurden, beispielsweise - alles, was den Leuten Spaß macht, darf man ihnen nicht wegnehmen. Sonst ist das immer eine Frage der Einnahmen und Ausgaben. Woran wir schon ein bisschen arbeiten, ist das Corporate Design und die CI ein bisschen zu begradigen. Ich möchte kein neues Logo. Aber Geschmäcker sind verschieden und es muss einer Geschäftsführung frei stehen, auf eine neue Linie einzuschwenken. Der Auftritt wird nicht ganz so bleiben, aber er wird sich auch nicht so verändern, dass man nicht mehr weiß, dass es die Epamedia ist. Das gehen wir langsam an und wollen das auch mit den Mitarbeitern besprechen, die sich ja auch nach Außen hin damit identifizieren können sollen. Ich persönlich halte die jetzige Darstellung - aber das ist wirklich mein persönlicher Geschmack - einfach für sehr üppig. Ich habe es gern schlicht. Schlicht und erkennbar.

Horizont: Ein neuer Standort - Mietvertrag läuft bis Jahresende aus?

Lindner: Wir müssen weg vom Hohen Markt. Wir suchen nach einem Standort. Wir hatten schon fast einen, der wurde uns aber leider weggeschnappt. Wir sind also auf der Suche nach einem neuen Standort.

Horizont: Um wie viele Mitarbeiter geht es da?

Lindner: Hier in Wien um circa 100, in ganz Österreich haben wir 140 Mitarbeiter.

Horizont: Wie ist Ihr Verhältnis zu Gewista-Direktor Karl Javurek?

Lindner: Wir kennen uns schon lange, unter anderem deshalb, weil wir beide die St. Anna-Kinderkrebs-Stiftung unterstützen. Wir sind beide der Auffassung, dass die beiden Vereine Out-of-Home der Gewista und Plakat&Co der Epamedia schleunigst zusammengelegt gehören. Wir haben eine Reihe gemeinsamer Ziele.
Interview: Herwig Stindl und Clemens Coudenhove


Fakten und Zahlen:

Dr. Monika Lindner folgte Epamedia-Mitbegründer Dr. Heinrich Schuster am 26. Mai als Geschäftsführerin. Lindner bildet gemeinsam mit dem für Finanzen, IT und Controlling zuständigen Mag. Wolfgang Wagner die Geschäftsführung der Epamedia.
Monika Lindner war von 1974 bis 2006 im ORF tätig, zuletzt als Generaldirektorin. Seit 2007 berät sie die zur Raiffeisen-Gruppe gehörige Medicur-Holding im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen im Medienbereich.
Die Epamedia ist nach eigener Einschätzung das größte österreichische Plakat- und Außenwerbeunternehmen in Österreich und hat Tochtergesellschaften in den elf osteuropäischen Ländern Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Mazedonien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und Polen. Die Epamedia ist nach eigenen Angaben ist das größte Außenwerbeunternehmen im CEE-Raum und in sechs Ländern Marktführer. Die Epamedia steht im Eigentum der Medicur-Holding Gesellschaft m. b. H., einem Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe. Gesellschafter der Medicur sind die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien sowie die RZB und UNIQA
Im November 2008 legte das damalige Geschäftsführer-Duo Heinrich Schuster und Ferdinand Maier einen „Forecast“ für die Bilanz 2008 vor – Gesamtumsatz 162,9 Millionen Euro, davon 103,8 Millionen Euro in den elf CEE Ländern und 59,1 Millionen Euro in Österreich (Die vorliegende Bilanz 2007 weist einen Umsatz von 133,1 Millionen Euro aus – 75,1 Millionen CEE, 58,0 Millionen Euro in Österreich). Für 2008 gibt die Epamedia die Mitarbeiterzahl mit insgesamt 588 an, davon 160 in Österreich. In den drei Jahren 2006 bis 2008 hat die Geschäftsführung unter Schuster/Maier durch Zukäufe in Zentraleuropa, neues Tafeldesign beim klassischen Plakat, neue City-Lights und den Aufbau von Mall Signage und Vita-TV insgesamt rund 180 Millionen Euro investiert.



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