ORF wird ausgeglichen bilanzieren
 

ORF wird ausgeglichen bilanzieren

#
(c) David Bohmann
(c) David Bohmann

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz freute sich über ein ausgeglichenes Ergebnis, das man ohne strukturelle Einmaleffekte zustande gebracht habe.

Wie erwartet wird der ORF das Jahr 2017 mit einer schwarzen Null abschließen und plant Selbiges auch für 2018. In der Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrats genehmigte das Gremium den ORF-Finanz- und -Stellenplan 2018 mit großer Mehrheit.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz meint in einer Aussendung: „Das ausgeglichene Ergebnis des Jahres 2017 und der Finanzplan 2018 waren eine große Leistung des Hauses.„ Es sei gelungen, “ein ausgeglichenes Ergebnis ohne strukturelle Einmalerlöse wie etwa dem Verkauf der Rosenhügelstudios 2014 in einem Jahr mit großen Sportereignissen zu erzielen„, so Wrabetz. “Mit dem Finanzplan 2018 ist es möglich, die Markt- und Qualitätsführerschaft des ORF in den Programmgenres Information, Kultur, Religion und Wissenschaft, Sport sowie Unterhaltung und Service abzusichern.“

Der ORF-Finanzplan 2018 geht durch die „Fortsetzung der konsequenten Einsparungs- und Restrukturierungsmaßnahmen“ davon aus, dass der ORF auch 2018 operativ ausgeglichen bilanzieren wird. Die Eigenkapitalquote soll wieder auf 13,2 Mio. Euro steigen. Der ORF plant im Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse von 989,0 Mio. Euro (exkl. 0,6 Mio. Euro betriebliche Erträge): davon 635,2 Mio. Euro aus Programmentgelten, 225,6 Mio. Euro aus Werbung und 128,2 Mio. Euro aus sonstigen Umsatzerlösen. Die EBTs (Ergebnis vor Steuern) sollen laut Plan 1,5 Mio. Euro im ORF sowie 0,4 Mio. Euro im ORF-Konzern (nach Abzug Fremdanteile) betragen.

Durch die Einsparungsmaßnahmen will der ORF 2018 eine Vielzahl von Offensivmaßnahmen im Programm finanzieren. Dazu gehören unter anderem öffentlich-rechtliche Leuchtturmprojekte wie die Programmschwerpunkte zu den Landtagswahlen in Niederösterreich, Tirol, Salzburg und Kärnten, zum Jubiläum „100 Jahre Republik“, zum Gedenken an den „Anschluss“ 1938, zum „Österreichischen EU-Ratsvorsitz“ im zweiten Halbjahr 2018, zu den „Olympischen Winterspielen in Pyeongchang“ oder zur „Fußball-WM in Russland“, die Weiterentwicklung des Kulturkanals ORF III und der TV-Regionalisierung mit Initiativen wie „Guten Morgen Österreich“ und der neuen ORF-2-Daytime und einem Schwerpunkt in der Eigenproduktion.

[Red.]

stats