ORF will ATV den Namen verbieten
 

ORF will ATV den Namen verbieten

Nach der Klage des ORF wegen eines Fuchs-Satzes in einem Kurier-Interview, folgt nun gleich die nächste.

Nachdem der ORF erst kürzlich wegen eines Fuchs-Satzes in einem Kurier-Interview ("Wir sind der einzige Anbieter von überregionalen Nachrichten, die nicht staatlich kontrolliert werden") eine Klage eingebracht hat, gibt's nun bereits die nächste. Der ORF beantragte unter der Zahl 17Cg/01/00d beim Wiener Handelsgericht eine einstweilige Verfügung. Grund: ATV soll das Führen des Namens "Austria TV" oder "ATV" sofort verboten werden, weil der neue Privatsender nicht wichtig genug sei, um den "geografischen Zusatz Austria" zu tragen. Der ORF argumentiert in der Klageschrift: "Im gesamten Bundesgebiet kann das geplante Fernsehprogramm der beklagten Partei von etwa 70 Prozent sämtlicher Fernsehhaushalte rein technisch nicht empfangen werden." ATV-Boss Tillmann Fuchs: "Wir rechnen täglich mit neuen Klagen. Ich möchte dem ORF gerne zurufen: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Es ist unglaublich, wie der Monopolist seine Gebühren für sinnlose Auseinandersetzungen missbraucht und die Gerichte blockiert. Offenbar fürchtet der ORF die längst fällige Belebung des TV-Marktes." ATV kann mittlerweile von einer Million Haushalten über Kabel empfangen werden - sowie via d-box über Satellit.

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