ORF weist "neuerliche Anwürfe" der Privatsend...
 

ORF weist "neuerliche Anwürfe" der Privatsender zurück

David Bohmann
Manstein, Marlene Auer, Horizont, ORF, Dir. Grasl, David Bohmann
Manstein, Marlene Auer, Horizont, ORF, Dir. Grasl, David Bohmann

Der ORF betont, dass keine Gebührengelder für den Erwerb ausländischer Produktionen eingesetzt, sondern diese über kommerzielle Erlöse finanziert werden.

Nachdem sich die österreichischen Privatsender am Dienstag erneut mit Nachdruck gegen eine Erhöhung der ORF-Gebühren ausgesprochen und dem ORF den Vorschlag unterbreitet haben, vor allem bei Programmrechten für Film- und Serienware sowie Sport zu sparen (HORIZONT berichtete), gibt der ORF eine Stellungnahme zu den "neuerlichen Anwürfen", wie es in einer Aussendung heißt, ab.

In der Aussendung hält der ORF fest, dass die Zuständigkeit für die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich und seine Kontrolle beim ORF-Stiftungsrat und der unabhängigen Medienbehörde KommAustria und nicht beim VÖP liege. "Ferndiagnosen zu den ORF-Finanzen von unzuständigen und selbsternannten Experten wie dem ehemaligen Roaming-Lobbyisten Alexander Zuser auf Basis mangelhafter Unterlagen entbehren jeglicher faktischer Grundlage und sind als das zu werten, was sie sind: ein Lobbying-Papier der größten TV-Konzerne Europas, um die Kolonialisierung des österreichischen Medienmarktes weiter voranzutreiben", heißt es seitens des ORF.

Zudem betont der ORF in der Aussendung, dass er kein Gebührengeld für den Erwerb ausländischer Produktionen einsetzen, sondern diese über kommerzielle Erlöse finanzieren würde. Die Gebührenmittel würden ausschließlich für österreichische Information und Kultur, heimischen Sport, österreichische Unterhaltung und seine Regionalprogramme verwendet.

Auch habe der ORF nie behauptet, dass es eine "Finanzierungslücke" geben würde. Was allenfalls von den zuständigen Instanzen zu prüfen sei, sei eine gesetzlich im Fünf-Jahres-Rhythmus vorgesehene teilweise Valorisierung, also Inflationsabgeltung, der Programmentgelte.
stats